# Apple schließt macOS-Fehlerberichte ohne Überprüfung der Behebungen
Entwickler Jeff Johnson hat Apples Praxis aufgedeckt, macOS-Fehlerberichte offiziell zu schließen, ohne die Probleme tatsächlich zu beheben. Das Unternehmen verlangt von den Meldern eine Bestätigung des Fehlers in Beta-Versionen, ignoriert ausbleibende Rückmeldungen und stuft Tickets als „behoben“ ein.
Netzwerk-Datenleck-Fall
Im März 2023 reichte Johnson den Bericht FB12088655 ein über IP-Adressen und TCP-Verbindungen, die durch macOS-Netzwerkfilter sickern. Der Bericht enthielt:
- Detaillierte Reproduktionsschritte.
- Ein Test-Xcode-Projekt.
- Eine öffentliche Beschreibung des Problems.
Apple nahm den Bericht an, reagierte aber fast drei Jahre lang nicht. Im März 2026 fragte der Support nach, ob er macOS 26.4 beta 4 prüfen könne. Johnson lehnte Beta-Tests ab, da er nicht als kostenloser QA-Ingenieur fungieren wolle.
Der Support gab keine Auskunft, ob der Fix in beta 4 enthalten sei, und setzte ihm eine Frist von zwei Wochen. Ohne Bestätigung würde das Ticket als behoben geschlossen. Johnsons Tests an der Release-Version von macOS 26.4 bestätigten, dass der Fehler weiterhin bestand, aber Apple ließ es nicht von internen Testern überprüfen.
Systemisches Problem bei der Bearbeitung von Berichten
Johnson beschreibt ein wiederkehrendes Muster:
- Bericht mit vollständigen Reproduktionsschritten eingereicht.
- Apple ignoriert ihn monate- oder jahrelang.
- Fordert Neubestätigung in einer Beta-Version.
- Schließt ihn ohne Rückmeldung, falls keine Antwort kommt.
Aktuelles Beispiel: Ein zu 100 % reproduzierbarer Fehler wurde mit dem Status „Diagnose fehlgeschlagen“ geschlossen. Bei der Wiedereröffnung gab es innerhalb von zwei Wochen keine Support-Reaktion.
Der Entwickler vermutet Erfolgsmetriken bei Apple, bei denen die Anzahl offener Tickets die Team-KPIs beeinflusst. Das motiviert zum Schließen von Berichten, unabhängig davon, ob sie tatsächlich behoben sind.
Folgen für macOS-Entwickler
Diese Praxis demotiviert externe Mitwirkende. Mittel- und Senior-Entwickler investieren Zeit in detaillierte Berichte, stoßen aber auf Ignoranz oder endlose Neubestätigungsschleifen.
- Sicherheitsrisiken: Lecks wie FB12088655 bleiben unbehoben und bedrohen die Privatsphäre.
- Betriebssystemqualität: Inkonsistente Bearbeitung untergräbt das Vertrauen in die Plattform.
- Alternativen: Johnson empfiehlt öffentliche Posts statt Feedback Assistant.
Apples interner QA könnte die Reproduktionen selbst übernehmen, aber die Praxis zeigt etwas anderes.
Wichtige Erkenntnisse
- Apple schließt macOS-Fehlerberichte ohne Bestätigung der Behebungen und verlangt Neubestätigung durch die Melder in Betas.
- Beispiel: Dreijähriger Bericht FB12088655 zu IP/TCP-Lecks in Netzwerkfiltern bleibt in macOS 26.4 ungelöst.
- Policy pumpt die Statistiken: Geschlossene Tickets = Erfolg, unabhängig von der Qualität.
- Entwickler verschwenden Zeit als kostenlose Tester.
- Empfehlung: Details öffentlich veröffentlichen, um Druck auf das Unternehmen auszuüben.
— Editorial Team
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