Windows 11: Nativer NVMe-Treiber gesperrt und Alternativen zur Steigerung der SSD-Leistung
Microsoft hat die Bearbeitung der Registry deaktiviert, um den integrierten NVMe-Treiber (nvmedisk.sys) in den neuesten Windows 11 Insider-Builds zu aktivieren. Früher brachte das bis zu 85 % mehr Leistung bei zufälligen Schreibvorgängen. Die Alternative ist ViVeTool mit den IDs 60786016 und 48433719.
Was sich in den Insider-Builds geändert hat
Der integrierte NVMe-Stack aus Windows Server 2025 wurde zuvor über FeatureManagement-Registrierungsschlüssel auf die Clientversionen 24H2 und 25H2 portiert. Diese vier Parameter aktivieren nvmedisk.sys nicht mehr, der die SCSI-Übersetzung ersetzt. Der Treiber war bereits in Windows 11 vorhanden, aber deaktiviert.
Microsoft hat nvmedisk.sys für Server 2025 mit Verbesserungen angekündigt:
- 80 % höhere IOPS;
- 45 % geringere CPU-Auslastung bei hohen IO-Lasten.
Tests von Enthusiasten bestätigten die Gewinne:
- Zufällige 4K-Lesevorgänge bis zu 64,89 % (FIO von StorageReview);
- Schreibgeschwindigkeiten in AS SSD – bis zu 85 %.
Die Ergebnisse variierten je nach SSD und CPU, aber konsistente Gewinne bei zufälligen IO-Vorgängen wurden zuverlässig beobachtet.
Einschränkungen und Risiken
Der Wechsel zum nativen Treiber hat die Kompatibilität beeinträchtigt:
- Samsung Magician und WD Dashboard funktionierten nicht;
- BitLocker erforderte nach dem Treiberwechsel eine Schlüsselwiederherstellung.
Diese Probleme bestehen bei alternativen Methoden fort. BitLocker vor der Aktivierung aussetzen.
So aktivieren Sie mit ViVeTool
ViVeTool ermöglicht das Freischalten versteckter Funktionen. Schritte für fortgeschrittene Entwickler und Systemadministratoren:
- ViVeTool herunterladen (offizielle Release von GitHub);
- Eingabeaufforderung als Administrator ausführen;
- Ausführen:
```cmd
ViVeTool.exe /enable /id:60786016
ViVeTool.exe /enable /id:48433719
```
- System neu starten.
Überprüfen Sie, ob nvmedisk.sys geladen ist, über den Geräte-Manager oder driverquery. IO mit fio oder AS SSD testen.
Weitere Änderungen in 25H2
Microsoft hat den Appxsvc-Dienst (AppX-Bereitstellung) in 24H2/25H2 standardmäßig auf automatischen Start umgestellt. Das steigert die Zuverlässigkeit, erhöht aber CPU-, RAM- und Festplattenlast in Spitzenzeiten.
In 25H2-Updates und Server 2025 wurde der CLFS-Treiberschutz verstärkt, was zusätzliche Systemlast verursacht.
Diese Änderungen erklären, warum Windows 11 schwerfälliger wirkt und die Leistung bei IO-intensiven Aufgaben beeinträchtigt wird.
Wichtige Erkenntnisse
- Nativer NVMe-Treiber in der Registry für Insider-Builds gesperrt, aber über ViVeTool verfügbar;
- Bis zu 80 % mehr IOPS, 45 % geringere CPU-Last bei Aktivierung;
- Risiken: Inkompatibilität mit SSD-Utility-Programmen und BitLocker;
- Appxsvc startet nun automatisch; Ressourcennutzung überwachen;
- CLFS-Schutz erhöht Systemlast in 25H2.
Entwickler, testen Sie in einer VM, bevor Sie in der Produktion einsetzen. Offizielle Unterstützung in 25H2/26H2 erwartet – Zeitrahmen unbekannt.
— Editorial Team
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