## Anthropic entwickelt autonomen Agenten Conway mit Webhooks und Erweiterungen
Anthropic testet die Conway-Plattform, die Claude in einen autonomen Agenten mit dauerhaftem Zugriff auf den Browser, Webhooks und ein Erweiterungs-Ökosystem verwandelt. Spuren im Code deuten auf eine vollwertige Arbeitsumgebung mit Search-, Chat- und System-Bereichen hin, die unabhängig von Benutzerprompts arbeitet.
Autonome Umgebung ohne Prompts
Conway erzeugt eine isolierte Webseiteninstanz, in der der Agent eigenständig agiert. Im Gegensatz zum Standard-Claude-Chat oder dem Cowork-Tool wird die Plattform durch externe Ereignisse über Webhooks ausgelöst – öffentliche URLs für Dinge wie eingehende E-Mails oder Datenaktualisierungen.
Die Einstellungen umfassen einen Extensions-Bereich für .cnw.zip-Pakete. Das schafft die Grundlage für ein Ökosystem, in dem Entwickler neue Funktionen hinzufügen können. Es unterstützt direkte Chrome-Verbindungen und Integration mit Claude Code, sodass der Agent ohne Zwischenschichten mit externen Ressourcen interagieren kann.
Die Oberfläche ist in drei Zonen unterteilt:
- Search: Suche und Navigation.
- Chat: Interne Agentenkommunikation.
- System: Systemeinstellungen und Überwachung.
Diese Struktur verwandelt Conway in einen vollständigen Arbeitsbereich, nicht nur in eine einfache Ergänzung.
Verbindungen zu Claude-Code-Leaks
Conway integriert Funktionen aus dem Claude-Code-Sourcecode-Leak vom 31. März. Unter 512.000 Zeilen TypeScript wurden 44 versteckte Feature-Flags entdeckt, darunter:
- KAIROS – Coding-Agent.
- DREAM – nächtliche Speicherconsolidierung.
Conway dient als Hülle, die diese Komponenten zu einer einheitlichen Plattform vereint. So kann der Agent Kontext behalten, aus Erfahrungen lernen und Aufgaben autonom erledigen.
Einschränkungen für Drittanbieter-Tools
Ab dem 4. April hat Anthropic die Nutzung von Claude-Pro- und Max-Abonnementlimits für OpenClaw und andere externe Agenten gesperrt. Claude-Code-Leiter Boris Cherny erklärte: Abonnements sind nicht für Drittanbieter-Tool-Muster gedacht.
Die Reaktion der Community fiel scharf aus. Peter Steinberger, ehemaliger OpenClaw-Gründer (jetzt bei OpenAI), wies auf den verdächtigen Zeitpunkt hin: Features in ein geschlossenes Produkt kopieren und dann Open Source blockieren.
Wettbewerb mit OpenClaw
Conway positioniert sich als nativer Rivale zu OpenClaw. Wichtige Vorteile:
- Tiefe Integration mit Claude, keine OAuth-Umgehungen nötig.
- Native .cnw.zip-Erweiterungen.
- Wahre Autonomie über Webhooks und Browserzugriff.
Für Entwickler auf Mittel- und Senior-Niveau bedeutet das den Wechsel von fragmentierten Tools zu einem einheitlichen Ökosystem. Allerdings schränkt die geschlossene Natur der Plattform die Anpassungsmöglichkeiten im Vergleich zu Open-Source-Alternativen ein.
Wichtige Erkenntnisse:
- Conway: autonome Instanz mit Webhooks für ereignisgesteuerte Aktivierung.
- .cnw.zip-Erweiterungen bauen ein Erweiterungs-Ökosystem auf.
- Integration von KAIROS und DREAM aus Claude Code für Coding und Speicher.
- OpenClaw ab 4. April von Claude-Pro-/Max-Abonnements gesperrt.
- Direkter OpenClaw-Wettbewerber mit nativen Claude-Verbindungen.
— Editorial Team
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