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Ereignisanalyse: Ansätze und Ereignisstruktur

Der Artikel behandelt die Grundsätze der Ereignisanalyse: Auswahl der Ansätze, Ereignisstruktur, Parameter und Benennung. Er bietet Vergleiche von gezieltem und umfassendem Tracking, Beispiele für Landing Pages und Plattformlimits. Nützlich für die Einrichtung von Analytik in neuen Projekten.

Ereignisanalyse von Grund auf aufbauen: Leitfaden für Middle
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# Event-Analytics: Struktur, Ansätze und Tracking-Parameter

Event-Analytics für digitale Produkte basiert auf der Verfolgung wichtiger Nutzerinteraktionen. Jedes Event erfasst den Namen, den Zeitstempel, die user_id und grundlegende Parameter: Land, Plattform, Gerät, OS. Zusätzliche Event-Eigenschaften liefern Kontext für die Aktion, während Nutzereigenschaften Demografiedaten und Identifikatoren hinzufügen (Amplitude ID, Device ID).

Event-Strukturen hängen direkt mit den Produktzielen zusammen. Ohne ordnungsgemäße Tagging können Sie keine Metriken wie DAU, MAU, Retention-Rate oder Umsatzaufteilungen berechnen. Analysten übernehmen oft Events von Vorgängern, aber neue Projekte starten von null.

Auswahl einer Tracking-Strategie

Das bestimmt das Datenvolumen und die Komplexität der Analyse. Zwei grundlegende Ansätze:

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Zielgerichteter Ansatz konzentriert sich auf Events für spezifische Geschäftsziel. Vorteile: schnelle Umsetzung, niedrige Speicherkosten, einfache Validierung. Nachteile: begrenzte Tiefe, verpasst Verhaltensdetails.

Umfassender Ansatz erfasst alle Interaktionen. Vorteile: maximale Flexibilität, Erkenntnisse aus unerwarteten Daten. Nachteile: Datenbankaufblähung, Filterkomplexität, Anhäufung veralteter Events.

| Event-Kategorie | Zielgerichtet | Umfassend |

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|--------------------------|---------------|-----------|

| Registrierung | ✅ | ✅ |

| Bildschirmansichten | ✅ | ✅ |

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| Aktionsbuttons | ✅ | ✅ |

| Zahlung | ✅ | ✅ |

| Technische Fehler | ❌ | ✅ |

| Werbebanner | ✅ | ✅ |

| Pop-up-Benachrichtigungen| ❌ | ✅ |

| Scroll-Blöcke im Feed | ❌ | ✅ |

| Speichern/Teilen | ⚠️ | ✅ |

Reale Projekte kombinieren Ansätze. Beispiel: Testen temporärer Landing Pages mit Fokus auf Formular-Konversion. Nur Schlüssel-Events tracken (Anzeige, Klick, Absenden), intermediäre Interaktionen ignorieren, um Ressourcen zu sparen.

Event-Komponenten

Ein Event ist mehr als nur ein Name – es umfasst auch Parameter. Basis-Set:

  • Event-Name: Objekt + Aktion + Kategorie (z. B. main_screen_shown).
  • Zeitstempel: exakte Erfassungszeit.
  • User ID: eindeutiger Identifikator.
  • Nutzer-Eigenschaften: Plattform, OS, Sprache, Land, Region, Device ID.
  • Event-Eigenschaften: Kontext (z. B. type=landing_1, screen_name=home).

Tracker wie Amplitude, GA, Segment fügen automatisch bis zu 2000 Eigenschaften hinzu, aber die Praxis zeigt: 50–300 reichen aus. Für kleine Projekte genügen 100–150 Parameter (Nutzer + Event). Überschreitung der Limits (z. B. in kostenlosem Amplitude) führt zu Datenverlust.

Eigenschaften in Google Sheets dokumentieren: Beschreibung, Typ, Wertbeispiele. Das erleichtert die Übergabe ans Dev-Team und die Analyse.

Namenskonventionen und Standards

Eine einheitliche Namensstruktur beschleunigt die Datenbanksuche. Format: [object]_[action]_[category] in snake_case.

  • Objekte: screen, button, modal, banner.
  • Aktionen: tap, view, swipe, create, delete.
  • Kategorie: home, checkout, promo_landing.

Beispiele für Notationen:

  • snake_case: page_view.
  • camelCase: pageView.
  • all lowercase: pageview.

Variationen wie button_tap / buttons_tap vermeiden. Einmal pro Projekt einen Standard wählen.

Vergleich mit Tracker-Events:

| Custom | Amplitude |

|---------------------------------|------------------------------------------------|

| main_screen_shown, type=landing_1 | [Amplitude] Page Viewed, Page URL=https://landing_1.comp.org/ |

Custom-Events sind kürzer und im Code bequemer. Dokumentation bei Änderungen aktualisieren.

Erstellung der Event-Liste

Basierend auf Funnel und Unit Economics. Methoden:

  • Nach Hauptfunnel: Registrierung → Onboarding → Kauf.
  • Nach Screens (aus Figma): sequentielle UI-Zerlegung.
  • Vollständiger Datensatz: für A/B-Tests oder Discovery-Phase, danach kürzen.

Prototypen prüfen, User Flows testen. Übergabe ans Dev-Team: Events + Parameter. Nach Umsetzung Rohdaten in der DB validieren.

Wichtige Punkte

  • Events müssen Produktziele und Metriken direkt unterstützen.
  • Datenvolumen balancieren: zielgerichtet für stabile Features, umfassend für Experimente.
  • Namenskonventionen standardisieren für Skalierbarkeit.
  • Alle Eigenschaften dokumentieren, Parameter auf 100–300 begrenzen.
  • DB regelmäßig von veralteten Events bereinigen.

Event-Analytics erfordert tiefes Produktwissen. Gutes Event-Design minimiert Rauschen und maximiert handlungsrelevante Erkenntnisse.

— Editorial Team

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