Altera verlängert Unterstützung für Agilex-, MAX 10- und Cyclone V-FPGAs bis 2045
Altera hat die Lebensdauer der FPGA-Familien Agilex, MAX 10 und Cyclone V bis 2045 verlängert. Diese Entscheidung berücksichtigt die Anforderungen von Kunden in Systemen mit langer Nutzungsdauer, bei denen Versorgungssicherheit und Support entscheidend sind, um Risiken und Ausfälle durch Neuentwicklungen zu minimieren.
Langfristiger Support für kritische Systeme
Die MAX 10-Familie ist seit über 10 Jahren in Produktion, was Alteras Fokus auf bewährte Lösungen unterstreicht. Die Verlängerung des Supports bis 2045 ermöglicht Entwicklern die Planung von Systemen mit einer Betriebsdauer von über 20 Jahren, ohne auf neue Chips umsteigen zu müssen.
In einer Stellungnahme von Mike Fitton, Vice President of Marketing and Support, betont er, dass Kunden für Langzeitprojekte Vorhersehbarkeit und Leistung benötigen. Dies senkt die Kosten für Neuzertifizierungen und Neuentwicklungen und gewährleistet die Kontinuität eingesetzter Plattformen.
Solche Systeme sind in Branchen mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen üblich: Industrieautomation, Telekommunikation, Verteidigungsanwendungen und Medizintechnik.
Integration mit Arm AGI CPU
Altera arbeitet mit Arm zusammen, um den AGI-CPU-Prozessor auf Basis von Neoverse V3 in seine FPGA-Lösungen zu integrieren. AGI enthält bis zu 136 Neoverse V3-Kerne pro Chip. Die Serverkonfiguration nutzt ein Zwei-Sockel-1OU-Format und erreicht 272 Kerne pro Blade.
- Luftkühlung: Ein 36 kW-Rack fasst 30 Blade-Server mit 8160 Kernen.
- Flüssigkeitskühlung (mit Supermicro): Ein 200 kW-Rack – 336 AGI-Prozessoren, über 45.000 Kerne.
Arm wirbt mit mehr als doppelter Rack-Leistung im Vergleich zu modernen x86-Systemen. Dies stärkt die Rolle von FPGAs im hybriden Rechnen für Rechenzentren.
Vorteile für Entwickler
Die Verlängerung der FPGA-Lebensdauer vereinfacht die Systemarchitektur:
- Reduzierte Obsoleszenzrisiken: Komponenten bleiben über Jahrzehnte verfügbar.
- Vereinfachte Planung: Vorhersehbare Versorgung ohne unerwartete Unterbrechungen.
- Einsparungen bei Neuentwicklungen: Vermeidung von Kosten für Migration und Validierung.
- Support für Legacy-Code: Erhalt der Kompatibilität mit bestehenden IP-Kernen.
- Integrationsflexibilität: Kombination mit neuen CPUs wie AGI für Leistungssteigerungen.
Für Mid- und Senior-Entwickler bedeutet das, sich auf die Optimierung der FPGA-Logik zu konzentrieren, ohne sich um EOL (Lebenszyklusende)-Termine sorgen zu müssen.
Wichtige Punkte
- Lebensdauer von Agilex, MAX 10 und Cyclone V bis 2045 verlängert für Stabilität kritischer Systeme.
- MAX 10 – ausgereifte Familie mit über 10 Jahren Produktion.
- Integration von Arm AGI CPU (Neoverse V3) steigert FPGAs in Rechenzentren: bis zu 45.000 Kerne pro Rack.
- Doppelte Rack-Leistung im Vergleich zu x86.
- Minimierung von Risiken bei Neuentwicklungen und Zertifizierungen.
— Editorial Team
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