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Homelab auf Intel i7: Selbsthosting und Netzwerk

Der Artikel beschreibt die Entwicklung des Homelabs von Raspberry Pi bis zu einem Server auf Intel i7-13700 mit Fedora und Docker. Einsatz selbstgehosteter Dienste: Jellyfin, Immich, Vaultwarden. Netzwerk-Setup mit Reverse Proxy, lokalem DNS und Backups via rsync.

Homelab zusammenstellen: von Pi bis i7 und vollständiges Selbsthosting
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Ein zuverlässiges Homelab bauen: Von der Raspberry Pi-Startlösung bis zum vollständigen Server

Ein Dateningenieur aus Moskau hat über zwei Jahre hinweg seine grundlegenden Linux-Kenntnisse in ein vollwertiges Homelab entwickelt. Ausgehend von einem Raspberry Pi 5 und einer 1-TB-SSD über SMB-Freigaben baute er schrittweise auf eine mehrfach belegte NAS-Lösung aus, um dann schließlich auf einen Intel Core i7-13700 für rechenintensive Aufgaben umzusteigen. Diese Umstellung ermöglichte die Selbsthosting-Kritikalität von Diensten und verringerte die Abhängigkeit von Cloud-Anbietern.

Die ursprüngliche Raspberry-Pi-5-Konfiguration verfügte über einen SATA-Anschluss für vier SSDs. Doch Plattformgrenzen – schwache 4K-HEVC-Transkodierung, unzureichendes RAM und instabile SD-Karten für Datenbank-Speicherung – zwangen zu einer umfassenden Neuausrichtung.

Neue Konfiguration:

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  • CPU: Intel Core i7-13700 (LGA1700)
  • Mainboard: Asus ROG STRIX B760-I GAMING WIFI (Mini-ITX)
  • RAM: 32 GB DDR5 Kingston 5600 MHz
  • SSD: Adata LEGEND 860 1 TB PCIe 4.0
  • Gehäuse: Jonsbo N3 mit 8 Hot-Swap-HDD-Bays
  • Netzteil: 750W 80+ Platinum

Betriebssystem: Fedora ohne GUI. Automatisierung mittels Bash-Skripten, systemd-Timer, zsh mit Oh My Zsh und Powerlevel10k. Alle Dienste laufen in Docker-Containern, verwaltet über Portainer.

Selbstgehostete Dienstestack

Die implementierten Anwendungen decken zentrale Nutzungsfälle ab:

  • Jellyfin: Medienstreaming mit Transkodierung
  • Navidrome: Musikserver
  • filebrowser-quantum: Dateimanager (14 TB Speicherplatz)
  • Immich: Selbstgehosteter Foto- und Videobackup
  • mscmanager: Kontrollpanel für Minecraft und Terraria
  • Transmission: Torrent-Client
  • Vaultwarden: Passwortmanager mit SSH-Schlüsselunterstützung
  • dnsmasq: Lokaler DNS für Domänen-Override
  • Home Assistant: IoT-Geräte-Management
  • Termix: SSH-Manager
  • WireGuard: Sichere VPN-Zugänge
  • Nginx: Reverse Proxy (geplant: Migration zu Caddy mit ACME)

Netzwerkarchitektur und Erreichbarkeit

Die Netzwerkinfrastruktur sorgt für stabile Zugriffe sowohl lokal als auch remote:

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  • Eine Domain bei Cloudflare leitet auf die statische IP des Routers (192.168.0.1) um.
  • Port 443 wird an den internen Router (192.168.2.1, OpenWRT mit Xray) weitergeleitet.
  • Der Reverse Proxy auf dem Server (192.168.2.10) leitet den Traffic nach Subdomänen (z. B. immich:2283).
  • Lokaler dnsmasq in Docker überschreibt Domänen auf interne IPs; Upstream-Resolver sind 1.1.1.1 und 8.8.8.8.
  • Der Router verteilt per DHCP lokalen DNS an alle Geräte.

Die Firewall blockiert externen Zugriff auf lokale Ports außer localhost. So entfällt Ausfallzeit durch ISP-Störungen – Domänen werden lokal zu Hause aufgelöst.

Sicherungen und Ausfallsicherheit

Kein RAID: fünf Kopien der Daten über drei Standorte mittels rsync-Skripten, die durch systemd-Timer ausgelöst werden. Die Skripte überwachen Änderungen in /etc und anderen Verzeichnissen, inklusive Hot-Configs. Git-Integration ist geplant.

Grundlagen der Netzwerktechnik lernen: OSI-Modell, VLANs, Managed Switches. LazyVim zum Editieren, fortgeschrittene CLI-Befehle zur Systemsteuerung.

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Wichtige Erkenntnisse

  • Der Umstieg von RPi auf x86 löst Leistungsengpässe ohne Kompromisse.
  • Docker + Portainer vereinfacht die Bereitstellung und Überwachung selbstgehosteter Stacks.
  • Lokaler DNS + Reverse Proxy ermöglicht nahtlosen Zugriff von Zuhause oder unterwegs.
  • Bash-Skripte und systemd automatisieren Sicherungen und minimieren Datenverlustrisiken.
  • Selbsthosting reduziert die Abhängigkeit von externen Diensten bei instabilen Internetverbindungen.

Diese Infrastruktur eignet sich ideal für mittlere bis erfahrene Fachkräfte, die volle Kontrolle über ihre Daten und Dienste haben wollen.

— Editorial Team

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