# Linux 7.0: Wichtige Änderungen im Kernel und Unterstützung für neue Hardware
Linus Torvalds hat am 12. April 2026 die Veröffentlichung des stabilen Linux-Kernels 7.0 angekündigt. Die Veröffentlichung folgt dem Zeitplan nach Linux 6.19 und wird in Ubuntu 26.04 LTS enthalten sein. Der Kernel umfasst 15.624 Patches von 2.477 Entwicklern mit einer Gesamtänderungsgröße von 56 MB: 704.060 Zeilen Code hinzugefügt, 278.132 Zeilen entfernt und 18.053 Dateien betroffen.
Wichtige neue Features im Kernel
Rust-Code hat seinen „experimentellen“ Status verloren, was die Nutzung in der Produktion erleichtert. Ein neuer Filtermechanismus für io_uring verbessert die Kontrolle über asynchrone E/A-Operationen. Der CPU-Scheduler verwendet standardmäßig lazy preemption und minimiert so den Overhead bei Kontextwechseln. Unterstützung für Time-Slice-Erweiterungen wurde hinzugefügt, um Time-Quanta fein abzustimmen.
Dateisysteme bieten nun nullfs und autonome Selbstwiederherstellung für XFS. Der Network-Stack erhält Unterstützung für AccECN-Congestion-Notification. EXT4 ist für parallele direkte E/A-Schreibvorgänge optimiert, was die Leistung steigert.
Die E/A-Fehlerberichterstattung ist nun kernelweit standardisiert. UDP-Netzwerk profitiert von Inline-Optimierungen, die die Latenz reduzieren.
Hardware-Verbesserungen für x86 und AMD/Intel
Intel:
- TSX-Erweiterungen standardmäßig im „auto“-Modus auf sicheren CPUs, was die Leistung ohne manuelle Anpassungen verbessert.
- NTB-Unterstützung für Xeon Diamond Rapids und perf-Events.
- Hinweise für „langsame“ Workloads auf Panther Lake.
- Audio für Nova Lake.
AMD:
- EPYC-Optimierungen: Scheduler-Skalierbarkeit und Speicherverwaltung.
- Perf-Metriken für Zen 6.
- L2-Cache-Statistiken in Turbostat.
- CXL für Zen-5-Adressübersetzung.
Neue LoongArch-Features. Korrekturen für SPARC und Alpha.
Grafik und Peripheriegeräte
Grafiktreiber wurden aktualisiert:
- Erste Unterstützung für zukünftige Radeon.
- Fortschreitende Arbeiten an Intel Crescent Island und Nova Lake, einschließlich Multi-Queue-Verarbeitung und Temperatursensorzugriff.
- D3cold für Battlemage freigeschaltet.
- PowerVR für AM62P.
- AMDGPU-Korrekturen für GCN 1.0/1.1.
Weitere Verbesserungen bei Display-Treibern.
Rust-Entwicklung und architektonelle Änderungen
Die Rust-Integration hat Fortschritte gemacht: Vorbereitet für Version 1.95 mit ausschließlich stabilen Features. CFI im User-Space für RISC-V. Atomare LS64/LS64V-Instruktionen für ARM64 mit Single-Copy. FPGA-Debugging für OpenRISC. SoC SpacemiT K3 RVA23 im Mainline. Snapdragon X2 Elite für Laptops.
Kconfig-Optionen für eigene Boot-Logos statt Tux.
Änderungsverteilung:
- 51 % — Gerätetreiber.
- 11 % — Architekturcode.
- 14 % — Network-Stack.
- 5 % — Dateisysteme.
- 3 % — Kernel-Subsysteme.
Wichtige Erkenntnisse
- Rust im Kernel ist nun stabil, ohne experimentellen Status.
- Lazy preemption standardmäßig optimiert den CPU-Scheduler.
- TSX-Auto-Modus bei Intel steigert die Leistung out-of-the-box.
- Autonome XFS-Wiederherstellung und nullfs für bessere Zuverlässigkeit.
- Wichtige Optimierungen für AMD EPYC und UDP-Netzwerk.
Torvalds wies auf den Trend hin, dass kleine KI-generierte Fixes zur neuen Norm werden. Das Merge-Fenster für 7.1 ist geöffnet mit über 40 Pull Requests.
— Editorial Team
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