Eine Low-Code-Plattform für Agile anpassen: Eine einwöchige Transformation
Low-Code-Plattformen ermöglichen schnelle Prozessanpassungen, um sich wandelnden Geschäftsanforderungen gerecht zu werden. In nur einer Woche passte ein Team ein auf Wasserfall ausgerichtetes ITSM 365-System an die Agile-Methodik an, indem es Sprints, Scrum-Boards und Backlogs hinzufügte. Dies löste Probleme mit mehreren Tools und manueller Dateneingabe und sparte Lizenzkosten und Zeit.
Ein typisches Szenario: Ein Unternehmen kauft ein System für Wasserfall-Projekte, dann wechselt die F&E-Abteilung zu Scrum, und das Marketing übernimmt Kanban. Das Ergebnis sind drei separate Tools mit jährlichen Kosten von rund 1 Million Euro plus manueller Datensynchronisierung.
Probleme mit starren Systemen und Low-Code-Lösungen
Starre Systeme erfordern separate Projekte für Änderungen, zwingen Prozesse, sich dem Tool anzupassen, und überlasten die Benutzeroberfläche.
Problem 1: Änderungen als separates Projekt.
Das Hinzufügen eines "Risiken"-Feldes dauert Monate. Mit Low-Code: Ein Administrator erstellt ein benutzerdefiniertes Feld im visuellen Editor in Minuten – ein Listentyp mit den Werten "Niedrig/Mittel/Hoch/Kritisch".
Problem 2: Prozesse passen sich dem System an.
Scrum-Sprints imitieren Phasen, wodurch Boards und Prioritäten verloren gehen. Mit Low-Code: Eine neue "Sprint"-Entität, parallel zum Gantt-Diagramm.
Problem 3: Überladene Benutzeroberfläche.
In einer Wasserfall-Aufgabenkarte sind Story Points unter Budget- und Ressourcenfeldern versteckt. Lösung: Eine separate Agile-Ansicht mit relevanten Feldern.
Problem 4: Fehlende Skalierbarkeit.
Unternehmenswachstum führt zu Methodikanpassungen und zusätzlichen Kosten. Low-Code erweitert sich mit Modulen ohne Migrationen.
Das Wesen von Low-Code für Projektmanagement
Die Grundkonfiguration deckt 70–80 % der Anforderungen ab: Projekt-Phase-Aufgaben-Hierarchie, Gantt-Diagramme, kritischer Pfad, Aufwandsverfolgung, Dashboards.
Low-Code fügt hinzu:
- Neue Entitäten (Sprint, User Story);
- Schnittstellen (Scrum-Boards);
- Automatisierung (Trigger, berechnete Felder);
- Benutzerdefinierte Metriken.
Konfigurationsverhältnis:
- 80 % – visueller Editor;
- 15 % – einfache Skripte;
- 5 % – Entwickler.
Schritt-für-Schritt-Agile-Transformation
Schritt 1: "Sprint"-Entität.
Neuer Projekttyp "Agile". Attribute:
- Name (Sprint 1);
- Ziel;
- Dauer (2 Wochen).
Wasserfall-Phasen sind ausgeblendet.
Schritt 2: Anpassen von "Aufgabe".
Felder:
- Verknüpfung zum Sprint;
- Typ (User Story/Bug/Technische Aufgabe);
- Schätzung (Tage/Stunden).
Optional: Story Points, Akzeptanzkriterien.
Schritt 3: Scrum-Board.
Neue Ansicht "Board":
- Spalten: Erstellt/In Bearbeitung/Code Review/Test/Erledigt;
- Gruppierung nach Verantwortlichen;
- Farben nach Typ;
- Kartenfelder: Nummer, Betreff, Priorität, Avatar, Schätzung, Frist.
Schritt 4: Backlog.
Liste mit Filter "sprint = leer". Spalten: Nummer, Betreff, Status, Verantwortlicher, Priorität, Frist. Massenzuweisung zu Sprints, Sortierung, Filter.
Der "Sprints"-Tab zeigt Aufgaben nach Aufschlüsselung, Liste der Sprints.
Wichtige Erkenntnisse
- Einsparungen: Ein System statt drei – minus 1 Million Euro/Jahr an Lizenzen und manueller Arbeit;
- Geschwindigkeit: 80 % der Änderungen ohne Code, Transformation in einer Woche;
- Skalierbarkeit: Unterstützung für Wasserfall/Agile/Kanban-Mix ohne Migrationen;
- Effizienz: Reduziertes Shadow IT, kognitive Belastung, Fehler;
- Automatisierung: Trigger, Dashboards für Routineaufgaben.
Eine solche Anpassung bewahrt die Grundfunktionalität für klassische Projekte und fügt Agile ohne Datenverlust hinzu.
— Editorial Team
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