Meta wirbt Schlüssel-Experten für Stargate-Infrastruktur von OpenAI ab und legt UK-Rechenzentrum auf Eis
Drei Schlüssel-Spezialisten für die Stargate-Infrastruktur – Peter Höschele, Shamez Hemani und Anuj Saharan – wechseln zu Meta Superintelligence Labs (MSL). Höschele war seit Projektstart für die Planung von Rechenzentren zuständig, Hemani leitete die Strategie für Rechenressourcen und Business Development, und Saharan managte die Lieferketten. Sie stoßen zur Infrastruktursparte von MSL, MSL Infra, unter Leitung von Vice President Aparna Ramani.
MSL wurde im Juni 2025 nach dem Scheitern von Llama 4 gegründet. Es wird von Alexander Wong geleitet, ehemaligem CEO von Scale AI, den Mark Zuckerberg für 14,3 Milliarden Dollar abgeworben hat. Dies ist Teil von Metas aggressiver Strategie, ihr Know-how in der AI-Infrastruktur zu stärken.
Metas massive Investitionen in Rechenleistung
2026 plant Meta Capex-Ausgaben von 115–135 Milliarden Dollar – fast das Doppelte von 2025. Der Großteil der Mittel fließt in die Infrastruktur. Kürzlich hat MSL sein erstes Modell herausgebracht, Muse Spark (ehemals Avocado), was das Entwicklungstempo anheizt.
Die Taktik gezielter Talentschmiede bei OpenAI geht weiter: Meta lockte Ingenieure mit Boni bis zu 100 Millionen Dollar. Die Profile der abwandernden Manager passen perfekt zu den Prioritäten von MSL – Rechenzentren, GPUs und Logistik.
OpenAIs Reaktion und strategischer Schwenk
OpenAI reagierte gelassen: Es dankte den Abgehenden und berief Sachin Katti von Intel zum Leiter der Abteilung für industrielle Rechenleistung. Zuvor hatte das Unternehmen den Bau eigener Rechenzentren zugunsten des Mietens bei Microsoft Azure, Oracle und CoreWeave aufgegeben.
Stargate als eigenständige juristische Einheit hat nie Mitarbeiter eingestellt oder Baukontrakte abgeschlossen. Das zeigt den Wechsel hin zu Cloud-Computing-Ressourcen.
- Wichtige Veränderungen bei OpenAI:
- Umstellung auf Mieten statt Eigentum an Infrastruktur.
- Berufung von Katti zur Stabilisierung der Rechenkapazitäten.
- Aufgabe eigener Rechenzentren.
Stargate UK auf Eis gelegt
OpenAI legt seine britische Stargate-UK-Abteilung auf Pause. Das Projekt, vereinbart per Memorandum mit der britischen Regierung im Juli 2025, sah 8.000 GPUs im Q1 2026 vor, mit Ausbau auf 31.000. Mögliche Lage: Cobalt Park.
Das Einfrieren wird offiziell mit Vorbereitungen auf den IPO und Kostensenkungen begründet. Das Memorandum ist unverbindlich, es drohen keine Strafen. Für Großbritannien ist das ein Rückschlag in der AI-Strategie: London pries das Projekt als Erfolg der nationalen Politik.
Wichtige Erkenntnisse
- Meta stärkt MSL Infra durch Abwerbung von OpenAI-Rechenzentrums- und GPU-Experten.
- OpenAI setzt auf gemietete Rechenleistung und streicht Stargate als eigenes Projekt.
- Metas Capex 2026 erreicht 115–135 Milliarden Dollar, mit Fokus auf AI-Infrastruktur.
- Stargate UK eingefroren: 8.000 bis 31.000 GPUs in der Schwebe wegen OpenAIs IPO.
- Britische Regierung verliert ein Auktionspferd im AI-Bereich ohne Folgen für OpenAI.
— Editorial Team
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