Zurück zur Startseite

i486 aus Linux entfernen: Molnars Patch

Ingo Molnar hat einen Patch veröffentlicht, um die i486-Prozessorunterstützung aus dem Linux-Kernel zu entfernen, was den Code um 14 Tausend Zeilen reduziert, indem CX8- und TSC-Emulatoren ausgeschlossen werden. Linus Torvalds unterstützt die Initiative und weist auf die Irrelevanz solcher CPUs hin. Die Kompatibilität mit eingebetteten Systemen bleibt erhalten.

Patch zum Entfernen von i486 aus dem Linux-Kernel von Molnar
Advertisement 728x90

Entfernung der i486-Unterstützung aus dem Linux-Kernel: Molnars Patch und historischer Kontext

Ingo Molnar, der Maintainer der x86-Architektur im Linux-Kernel, hat einen Patch vorbereitet, um die Optionen CONFIG_M486, CONFIG_M486SX und CONFIG_MELAN vollständig zu entfernen. Dadurch wird die Unterstützung für 486DX-, 486SX- und AMD-ELAN-Prozessoren aus modernen Kernel-Builds ausgeschlossen.

Technische Folgen der Entfernung

Die i486-Unterstützung erfordert die Emulation wichtiger Befehle: CX8 (cmpxchg8b für 64-Bit-Atomoperationen) und TSC (Time Stamp Counter für den Task-Scheduler). Dieser Code erhöht die Komplexität des Kernels, erschwert das Debugging und löst periodisch Bugs aus.

Das Entfernen dieser Schichten reduziert den Codebestand um 14.104 Zeilen. Insbesondere:

Google AdInline article slot
  • Die CX8- und TSC-Emulatoren werden verschwinden.
  • Die math-emu-Bibliothek für FPU auf 486SX wird verschwinden.

Das optimiert den Scheduler und die Locking-Subsystene und entlastet die Entwickler.

Hinweis: Keine große Distribution liefert aktuelle Kernels mit M486=y aktiviert. Aktuelle Linux-Branches auf 32-Bit-i486-Hardware werden kaum genutzt.

Linus Torvalds’ Position

Linus Torvalds hat dieses Thema mehrmals angesprochen. 2022 wies er darauf hin, dass die Emulation von cmpxchg8b auf i486 sinnlos ist: Der Befehl existiert auf Pentium und allen x86-64-CPUs. Torvalds schlug vor, LTS-Branches für Legacy-Systeme zu nutzen.

Google AdInline article slot

Früher, 2012, wurde die i386-Unterstützung fallen gelassen. Vor dreizehn Jahren schlug Torvalds vor, math-emu zu entfernen, aber die Community zögerte wegen noch produzierter 486SX-Klone. Der Konsens hat sich seither geändert.

Kompatibilität mit Embedded-Systemen

Spezialisierte Chips wie Intel Quark (i486-basiert) unterstützen CX8 und TSC nativ – der Patch wird sie nicht berühren. Original-i486s laufen auf veralteten Distributionen und alten Kernels.

Moderne 32-Bit-Distributionen nutzen X86_PAE, das CX8 erfordert. Reine 32-Bit-x86-Unterstützung ist minimal.

Google AdInline article slot
  • Vorteile der Entfernung:

1. Code-Reduktion um über 14.000 Zeilen.

2. Vereinfachter Scheduler und Locks.

3. Weniger emulationbezogene Bugs.

4. Fokus auf relevante Architekturen.

Wichtige Punkte

  • Molnars Patch entfernt CONFIG_M486*, CX8/TSC-Emulatoren und math-emu – minus 14.104 Codezeilen.
  • i486s werden nicht mit modernen Kernels genutzt; Distributionen sind zu PAE oder 64-Bit gewechselt.
  • Torvalds unterstützt es: cmpxchg8b-Emulation ist obsolet – LTS für Legacy nutzen.
  • Embedded Quarks sind unbetroffen – sie haben natives CX8/TSC.

Diese Änderungen machen den Kernel sauberer für Mid- und Senior-Entwickler, die an x86 arbeiten.

— Editorial Team

Advertisement 728x90

Weiterlesen