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Telnyx-Hack auf PyPI: Diebstahl von Schlüsseln und Tokens

Hackers TeamPCP hackt Telnyx auf PyPI, injiziert bösartigen Code in Versionen 4.87.1/4.87.2. Malware nutzt WAV-Stenographie, um Schlüssel und Tokens zu stehlen. Empfehlungen: Zurückrollen auf 4.87.0, Rotation von Zugangsdaten und Überwachung von Abhängigkeiten.

TeamPCP hackt Telnyx: Malware-Details in PyPI
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Telnyx Python-Paket gehackt: Bösartiger Code stiehlt SSH-Schlüssel und Tokens

Angreifer der Gruppe TeamPCP haben das Entwicklerkonto von Telnyx auf PyPI geknackt und bösartige Versionen 4.87.1 und 4.87.2 des Pakets hochgeladen. Dieses SDK mit über 740.000 monatlichen Downloads dient der Integration von VoIP, SMS, MMS, WhatsApp, Fax und IoT-Diensten. Der Angriff wurde am 27. März 2026 von Experten von Aikido, Socket und Endor Labs entdeckt. PyPI hat die Versionen bis 13:13 Uhr am selben Tag gesperrt.

Der bösartige Code wird beim Import des Moduls über die Datei telnyx/_client.py aktiviert. Er stört die grundlegende Funktionalität nicht, entzieht aber sensible Daten: SSH-Schlüssel, Zugangsdaten, Cloud-Token und Krypto-Wallets. Zur Verschleierung der Payload wird Steganographie in WAV-Audiodateien eingesetzt.

Angriffsmechanismus je Plattform

Auf Linux und macOS:

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  • Lädt ringtone.wav vom C2-Server herunter.
  • Entpackt die verschlüsselte Payload.
  • Klaut SSH-Schlüssel, Zugangsdaten, AWS/GCP/Azure-Token sowie Seed-Phrasen von Krypto-Wallets.

Auf Windows:

  • Lädt hangup.wav herunter.
  • Dekodiert die ausführbare Datei msbuild.exe daraus.
  • Verschiebt die Datei nach %APPDATA%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup für Persistenz.
  • Führt sie beim Benutzer-Login aus.

Der vermutete Angriffsvektor der Hacker waren gestohlene PyPI-Zugangsdaten. Die Telnyx-Infrastruktur blieb unversehrt.

Empfohlene Reaktionsmaßnahmen

Entwickler müssen sofort handeln:

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  • Zurück zur Version 4.87.0: pip install telnyx==4.87.0.
  • Systeme auf Versionen 4.87.1/4.87.2 prüfen – als kompromittiert gelten lassen.
  • Import-Logs und Netzwerkverkehr auf C2-Verbindungen auditieren.
  • Alle Passwörter, API-Schlüssel, SSH-Schlüssel und Cloud-Token rotieren.
  • Rechner nach ringtone.wav, hangup.wav oder msbuild.exe scannen.
  • PyPI-Paket-Überwachung mit Tools wie Socket oder Aikido einrichten.

Technische Details zur Steganographie

Die Payload ist in WAV-Dateien mit steganographischen Verfahren versteckt. Beim Modul-Import wird die Datei heruntergeladen, dekodiert und im Arbeitsspeicher ausgeführt, wodurch Festplattenspuren minimiert werden. Das erschwert die Erkennung durch klassische AV-Lösungen. Für die Analyse empfehlen wir Tools wie stegseek oder binwalk auf extrahierten WAV-Dateien.

Auf hohem Niveau Supply-Chain-Sicherheit umsetzen: SBOM (Software Bill of Materials), Signierung von Artefakten und automatisierte Scans neuer Releases. Abhängigkeiten in CI/CD mit pip-audit oder safety prüfen.

Wichtige Punkte

  • Bösartige Versionen 4.87.1/4.87.2 wurden bis 13:13 Uhr am 27. März verteilt – Umgebungen umgehend prüfen.
  • Angriff nutzt WAV-Steganographie zur Erkennungsvermeidung; Payload klaut SSH, Token und Krypto.
  • Zurück zu 4.87.0 zwingend; alle Zugangsdaten rotieren.
  • PyPI-Konten überwachen: Gestohlene Credentials sind Hauptangriffsvektor.
  • Supply-Chain-Sicherheitstools in die Pipeline integrieren.

— Editorial Team

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