Optimierung von MCP-Tools für VS Code Agents: Kompakter Go-Proxy
VS Code Agenten-Erweiterungen wie Cline, Roo Code oder Kilo sammeln schnell eine Menge MCP-Server an: Dateizugriff, Suche, Datenbanken, GitHub, Jira, OpenAPI. Die mcp.json-Konfig plustert sich auf über 25 Server auf. Das Modell verschwendet Kontext beim Parsen des Durcheinanders: Namenskonflikte (search doppelt), ausladende Beschreibungen, Argument-Halluzinationen. Ergebnis? Höhere Token-Kosten ohne echten Nutzen.
Der toolc Go-Proxy fasst Server in eine einzige MCP-Schnittstelle zusammen. Er filtert Duplikate, komprimiert Beschreibungen und steuert die Tool-Sichtbarkeit. Für VS Code bedeutet das: Ein Server statt eines Zoos.
Installation und Einrichtung
Laden Sie das Binary aus den Releases oder bauen Sie aus dem Quellcode:
go install github.com/aak204/Tool-Catalog-Compiler/cmd/[email protected]
Optimieren Sie Ihre Konfig:
./toolc optimize-mcp \
-input .vscode/mcp.json \
-emit vscode \
-out-dir dist/mcp-optimized
Starten Sie das Gateway:
./toolc mcp-serve -catalog dist/mcp-optimized/toolc.compiled.json
Haken Sie die neue Konfig in VS Code wie jeden MCP-Server ein. Ihr Agent erhält einen schlanken Katalog ohne zusätzliche Abfragen.
Interne Architektur
toolc wandelt MCP- und OpenAPI-Spezifikationen in eine Zwischendarstellung (IR) um. Es wendet drei Kompilierungsmodi an:
- direct: Vollständiges Schema unverändert — zum Debuggen.
- flat: Flache Liste mit Deduplizierung und Beschreibungs-Kompression — der Standardmodus.
- staged: Namensbasierte Entdeckung, on-demand Schemas — für komplexe APIs.
Der OpenAPI-Parser meistert riesige Spezifikationen (wie Stripe API) mit Tiefenlimits und flacher Ref-Wiederverwendung. Speicherverbrauch: ~48 MB. Verarbeitungszeit: Millisekunden.
Token-Einsparungen im Benchmark
Getestet mit GitHub API (1.100 Endpunkte) und Stripe. Modelle: Qwen-3.6-plus, GLM-5.1, GPT-5.4, Claude Sonnet 4.6. Kosten pro Million Aufrufe (flat vs direct):
| Model | Ohne Proxy ($) | Mit toolc ($) | Einsparung (%) |
|----------------------------|----------------|----------------|---------------|
| qwen/qwen3.6-plus | 1807.26 | 1199.13 | 33.65 |
| z-ai/glm-5.1 | 3102.53 | 1593.14 | 48.65 |
| openai/gpt-5.4 | 8819.46 | 4291.96 | 51.34 |
| anthropic/claude-sonnet-4.6 | 10736.57 | 4290.21 | 60.04 |
Erfolgsraten bleiben hoch. Flat-Modus reduziert token proxy Overhead.
GLM-5.1 Fallstudie: Halluzinationen und Fixes
GLM-5.1 stockte bei abgeschnittenem JSON und vergaß Verträge. Ursachen:
- Einheits-Systemprompt für Orchestrierung.
- Unzureichendes Completion-Budget.
Fix: Isolierte Prompts und erhöhte Limits. Erfolgsrate sprang im Flat-Modus von 0,78 auf 0,92.
Empfindliche Modelle brauchen neben Kompilierung auch Request-Shaping.
Einschränkungen und Roadmap
Unterstützt:
- Lokale MCP stdio.
- OpenAPI.
- VS Code Agenten-Kontexte.
Noch nicht:
- Remote MCP.
- Generische Funktionen.
- OpenAI-kompatible Runtime (in Arbeit).
Architektur skaliert für eine vollständige Control Plane.
Wichtige Erkenntnisse
toolcsenkt Kosten um 33–60 % durch Kompression von MCP/OpenAPI-Katalogen.- Drei Modi: Flat siegt bei Preis/Leistung.
- Parser bewältigt rekursive APIs (Stripe) ohne Absturz.
- Sauberer Kontext steigert Modell-Erfolgsraten.
- VS Code-ready, keine Konfig-Umschreibungen nötig.
— Editorial Team
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