ZDI-CAN-30207-Schwachstelle in Telegram: CVSS-v4-Analyse und Angriffsvektor
Zero Day Initiative hat einen Advisory zu einer Zero-Day-Schwachstelle in Telegram veröffentlicht, die als ZDI-CAN-30207 identifiziert ist. Der TrendAI-Forscher Michael DePlante (izobashi) hat das Problem entdeckt, das nach CVSS v4 mit 9,8/10 bewertet wird. Der Angriffsvektor AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H signalisiert hohe Gefahr: Remote-Code-Ausführung ohne Benutzerinteraktion.
Die Schwachstelle beeinträchtigt Vertraulichkeit (C:H), Integrität (I:H) und Verfügbarkeit (A:H) und deutet auf potenzielle beliebige Codeausführung hin. Telegram hat nach ZDI-Regeln 120 Tage Zeit für einen Patch, aber die Kritikalität könnte die Veröffentlichung beschleunigen.
Aufschlüsselung des CVSS-Angriffsvektors
Der Angriffsvektor beschreibt die Eigenschaften der Schwachstelle:
- AV:N — Angriffsvektor: Netzwerk. Die Ausnutzung ist remote über das Netzwerk möglich, ohne physischen Zugriff.
- AC:L — Angriffskomplexität: Niedrig. Niedrige Komplexität – keine speziellen Bedingungen oder Tools erforderlich.
- PR:N — Erforderliche Rechte: Keine. Der Angriff erfordert kein Konto oder Rechte.
- UI:N — Benutzerinteraktion: Keine. Keine Interaktion des Opfers erforderlich – nur das Empfangen der Daten.
- S:U — Scope: Unverändert. Auswirkungen beschränkt auf die betroffene Komponente.
- C:H/I:H/A:H — hoher Einfluss auf die CIA-Triade.
Diese Kombination macht die Schwachstelle ideal für Massenangriffe: RCE über das Netzwerk ohne Klicks.
| CVSS-Metrik | Wert | Beschreibung |
|-------------|------|--------------|
| AV | N | Netzwerkangriff |
| AC | L | Niedrige Komplexität |
| PR | N | Keine Rechte |
| UI | N | Keine Interaktion |
| S | U | Unveränderter Scope |
| C/I/A | H | Hoher Einfluss |
Bewertung der Kritikalität und Konsequenzen
Die Bewertung von 9,8/10 ordnet die Schwachstelle der kritischen Kategorie (9,0–10,0) zu. Für Entwickler auf Mittel- und Senior-Niveau sind folgende Punkte wichtig:
- RCE-Potenzial: C:H/I:H/A:H – führt in 99 % der Fälle zu beliebiger Codeausführung.
- Umfang: Betroffen sind alle Telegram-Plattformen ohne Authentifizierung.
- Zeitfenster: 120 Tage sind der ZDI-Standard, aber Telegram könnte schneller handeln.
- Schutzmaßnahme: Verdächtige Links oder Dateien vermeiden, bis der Patch verfügbar ist; auf Updates achten.
Es gibt noch keine öffentlichen PoCs, was das unmittelbare Risiko verringert, aber die Auflistung bei ZDI weist auf eine echte Bedrohung hin.
Wichtige Punkte
- ZDI-CAN-30207-Schwachstelle in Telegram hat eine CVSS-Bewertung von 9,8 mit Vektor AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H.
- Ermöglicht Remote-Code-Ausführung ohne Benutzerinteraktion.
- Entdeckt von Michael DePlante (TrendAI/izobashi) über Zero Day Initiative.
- Telegram hat 120 Tage zur Behebung; Updates im Auge behalten.
- Empfehlung: Netzwerkverkehr prüfen und Patches umgehend anwenden.
— Editorial Team
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