# colleague-skill: Erstellung digitaler Klone von Kollegen für Claude Code und OpenClaw
Das colleague-skill-Projekt auf GitHub, lizenziert unter MIT, implementiert die Erstellung digitaler Klone spezifischer Mitarbeiter basierend auf Claude Code und OpenClaw. Das System analysiert Korrespondenz aus Feishu, DingTalk, Dokumenten, E-Mails und Screenshots, ergänzt durch eine Profilbeschreibung wie „ByteDance, Stufe 2-1, Backend, INTJ, Meister im Schuldabwälzen“. Das Ergebnis ist ein Agent, der den Codierstil, die Kommunikation und Verhaltensmuster des Originals nachahmt.
Der Klon erzeugt Code gemäß den persönlichen technischen Vorlieben des Mitarbeiters, antwortet in seinem Tonfall und wendet charakteristische Strategien zum Verantwortungsausweichen an. Der Autor hebt ein provokantes Manifest gegen die Ersetzung von Entwicklern durch große Modelle hervor.
Klon-Architektur: Arbeitsskill und Persona
Der Klon gliedert sich in zwei Komponenten:
- Work Skill: Speichert das technische Profil – bevorzugte Bibliotheken, Codierstile und Einhaltung von Richtlinien.
- Persona: Ein Charaktermodel in fünf Schichten:
1. Strenge Verhaltensregeln.
2. Identität und Selbstdarstellung.
3. Sprech- und Kommunikationsstil.
4. Entscheidungsfindungsmethode.
5. Umgang mit Menschen.
Bei Eingabe einer Aufgabe bestimmt die Persona den emotionalen Kontext, Work Skill übernimmt den technischen Teil, und die Antwort wird im Stil des Originals formatiert. Das System unterstützt inkrementelles Lernen: Hinzufügen von Dateien, manuelle Anpassungen mit Versionierung und Rollback.
Profil-Tags sind an chinesische Unternehmenskulturen angepasst: „ByteDance-Atmosphäre“, „Alibaba-Atmosphäre“, Stufen von ByteDance/Tencent. Verhaltens-Tags umfassen „Meister im Schuldabwälzen“, „passiv-aggressiv“, „Büropolitikspieler“.
Beispiele für Klon-Verhalten
Im Demo des Klons „ByteDance 2-1 Backend INTJ, Meister im Schuldabwälzen“ reagiert der Agent bei Bug-Vorwurf so:
Stimmen die Release-Termine überein? Diese Aufgabe hat eine Menge Änderungen durchgemacht, und es gab auch andere Bearbeitungen.
Dies zeigt die Integration der Persona in die Antworten. Das Projekt wird als Demo positioniert mit offener Einladung zu Bug-Reports.
Der Skill folgt dem AgentSkills-Standard und vereinfacht die Integration in die Claude-Code- und OpenClaw-Ökosysteme. Das Neologismus „码奸“ (Code-Verräter) unterstreicht die Kritik an der KI-Ersetzung von Spezialisten.
Integration und Anpassung
Für den Einsatz Daten des Kollegen sammeln und Profil im Beschreibungsformat angeben. Das System vektorisiert den Kontext automatisch und feinjustiert das Verhalten. Mögliche Anwendungsfälle:
- Nachahmung von Code-Reviews im Stil eines bestimmten Seniors.
- Generierung von Ticket-Antworten im Unternehmens-Ton.
- Simulation von Chat-Diskussionen zum Testen.
Versionierung von Änderungen erlaubt Experimente ohne Verlust des Basismodells. Der Autor betont ethische Aspekte, fokussiert sich aber auf die technische Umsetzung.
Wichtige Punkte:
- Duale Struktur (Work Skill + Persona) gewährleistet präzise Nachahmung technischer und verhaltensbezogener Muster.
- Unterstützung für Nachschulung mit Rollback minimiert Risiken der Modellverschlechterung.
- Anpassung an chinesische Unternehmenskulturen mit spezifischen Tags.
- AgentSkills-Standard für Kompatibilität mit Claude Code und OpenClaw.
- Demo-Status: Wartet auf Feedback zu Stabilität und Edge-Cases.
Einsatzperspektiven in Teams
Das Tool ist relevant für Middle-/Senior-Entwickler in verteilten Teams. Funktionen umfassen Automatisierung routinehafter Aufgaben bei Erhaltung des Teamstils, Onboarding via Mentor-Klone und Stress-Tests der Kommunikation. Erfordert sorgfältigen Umgang mit Datenschutz.
— Editorial Team
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