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HP Anyware: Ende der Unterstützung und Migration für IT-Spezialisten

HP stellt die Unterstützung für Anyware-Lösungen ein, einschließlich PCoIP und Trusted Zero Clients. Der Artikel analysiert den Stilllegungszeitplan, Sicherheitsrisiken und bietet technische Alternativen für die IT-Infrastruktur.

Was tun, nachdem die HP Anyware-Unterstützung endet?
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# # HP beendet Unterstützung für Anyware: Was das für die IT-Infrastruktur bedeutet

HP hat die schrittweise Einstellung seiner HP Anyware-Fernzugriffslösungen angekündigt, einschließlich der PCoIP-Technologie und vertrauenswürdiger Clients. Diese Entscheidung betrifft sowohl aktuelle Nutzer als auch die, die Systeme auf Basis dieser Produkte einführen wollen. Die technische Unterstützung läuft zwar bis Ende 2029 weiter, aber es werden keine Updates oder Korrekturen für Sicherheitslücken mehr herausgebracht.

End-of-Support-Plan

Laut offizieller HP-Mitteilung endet die Unterstützung für zentrale HP Anyware-Komponenten nach folgendem Zeitplan:

  • Anyware Trust Center und Trusted Zero Clients — Unterstützung endet am 31. Oktober 2026. Danach bietet HP nur noch grundlegende Einrichtungs- und Diagnosehilfe, ohne Patches oder Sicherheitsupdates bereitzustellen.
  • Tera2 Zero Clients und PCoIP Management Console — Unterstützung verlängert bis 31. Dezember 2029, der Verkauf ist jedoch bereits eingestellt.
  • HP Anyware-Abonnements können bis 31. Oktober 2027 erworben werden, wobei die maximale Vertragslaufzeit ein Jahr beträgt. Die tatsächliche Unterstützung endet am 31. Oktober 2028.

Wichtig zu wissen: Ohne Updates sind die Systeme anfällig für neue Bedrohungen, insbesondere bei Fernzugriff auf kritische Workstations.

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Alternativen und Migrationspfade

HP empfiehlt Remote Graphics Software (RGS) als Ersatz — die eigene Lösung für Fernarbeit mit grafikintensiven Anwendungen. RGS wird aktiv weiterentwickelt und unterstützt workstationorientierte Szenarien. Allerdings ist sie kein direkter Ersatz für PCoIP hinsichtlich Architektur und Funktionalität.

Für Organisationen, die Anyware in Produktionsumgebungen nutzen, kommen folgende Optionen infrage:

  • Wechsel zu HP RGS — bei Workloads mit CAD, 3D-Rendering oder anderen GPU-intensiven Aufgaben.
  • Migration zu Drittanbieter-Lösungen — wie Teradici Cloud Access Software (CAS), falls Kompatibilität mit bestehender PCoIP-Infrastruktur gefragt ist.
  • Einsatz standardisierter Protokolle — etwa RDP mit Hardwarebeschleunigung oder Citrix Virtual Apps and Desktops, besonders in Hybrid Clouds.
  • Schrittweiser Ausstieg aus Zero Clients zugunsten von Thin Clients mit Unterstützung moderner Betriebssysteme (OS) und Protokolle.

Jeder Pfad erfordert eine Abwägung von Kompatibilität, Lizenzierung und Gesamtkosten des Besitzes (TCO).

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Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit

Das Auslaufen der Updates für das Anyware Trust Center ist besonders kritisch. Dieses System bot eine isolierte Ausführungsumgebung und Boot-Integritätskontrolle auf Firmware-Ebene. Ohne regelmäßige Patches könnten Schwachstellen in der Trust Chain zu Einstiegspunkten für APT-Angriffe werden.

Organisationen sollten folgendes tun:

  • Eine Inventur aller Geräte mit Trusted Zero Clients durchführen.
  • Den Einsatz auf segmentierte Netzwerke ohne Internetzugriff beschränken.
  • Zusätzliche Überwachungsmechanismen für den Datenverkehr einführen (z. B. basierend auf Zeek oder Suricata), um Anomalien in PCoIP-Sitzungen zu erkennen.

Strategischer Kontext von HP

Die Entscheidung, Anyware auslaufen zu lassen, passt zu HPs umfassender Strategie zur Portfolio-Optimierung. Das Unternehmen konzentriert sich auf margenstarke und skalierbare Produkte. In den letzten Quartalen hat HP den RAM-Anteil an der Stückliste (BOM) seiner PCs deutlich erhöht — von 15–18 % auf ~35 % — und gleichzeitig Preise angehoben, um Kostenerhöhungen auszugleichen.

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Das zeigt einen Fokuswechsel von Enterprise-Lösungen wie Anyware hin zum Massenmarktsegment kommerzieller PCs, wo höhere Volumina und geringerer Supportaufwand zusammenkommen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die HP Anyware-Unterstützung endet phasenweise, aber Sicherheitsupdates nach 2026 sind nicht garantiert.
  • HP RGS bleibt eine aktive Alternative, jedoch nur für Grafik-Workstations.
  • Trusted Zero Clients verlieren den Schutz vor neuen Bedrohungen — eine Überprüfung der Sicherheitsarchitektur ist erforderlich.
  • Migration zu Drittanbieter-Lösungen ist machbar, erfordert aber TCO- und Kompatibilitätsanalyse.
  • HPs Strategie zielt auf Vereinfachung des Portfolios und Fokus auf margenstarke Produkte ab.

— Editorial Team

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