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MCU Tesla Model 3 auf dem Prüfstand starten: Kabel und Netzwerk

Entwickler hat MCU und AP Tesla Model 3 aus eBay-Teilen von zu Schrott gefahrenen Autos zusammengestellt. Strom angeschlossen, Problem mit Rosenberger-Kabelbaum gelöst, Zugriff auf SSH und ODIN unter 192.168.90.100 erhalten. System bereit für CAN-Analyse und Flashen.

Zusammengestellte MCU Tesla Model 3 auf dem Prüfstand: von eBay bis ODIN API
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Tesla Model 3 MCU und Autopilot auf der Werkbank betreiben: Hardware-Überblick

Ein Entwickler baute aus Teilen von verschrotteten Tesla Model 3 ein funktionstüchtiges MCU- (Media Control Unit) und Autopilot-Computer-System zusammen. Die Einheit befindet sich vor dem Beifahrersitz, hat etwa die Größe eines iPads und ist so dick wie ein 500-Seiten-Buch, in einem Metallgehäuse mit Flüssigkeitskühlung untergebracht. Zur Prüfung waren 12V-Stromversorgung, ein Touchscreen-Display und ein Displaykabel erforderlich. Der Spitzenstromverbrauch erreichte 8A – was eine 10A-Stromversorgung erfordert.

Die Komponenten wurden über eBay beschafft: das MCU/AP kostete 200–300 Dollar, das Display 175 Dollar. Schrotthandlungen zerlegen Unfallfahrzeuge und verkaufen einzelne Teile mit Fotos des jeweiligen Fahrzeugs.

Kabelverbindungsprobleme

Die größte Herausforderung war das Displaykabel: sowohl MCU als auch Bildschirm kamen mit abgeschnittenen Drähten. Die Tesla Electrical Reference nennt einen 6-poligen Rosenberger 99K10D-1D5A5-D-Kabel (2 Pol für 12V/Erde, 4 für Daten). Dieser genaue Kabeltyp ist nicht im Einzelhandel erhältlich.

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Ein alternativer LVDS-Kabel von BMW passte wegen unkompatibler Stecker nicht. Als Versuch, die abgeschnittenen Drähte zu löten, führte zu einem Kurzschluss und beschädigte den MAX16932CATIS/V+T-Chip (einen Spannungsregler). Die Reparatur durch ein Fachgeschäft mit Chip-Austausch behebte das Problem.

Schließlich kaufte der Entwickler den kompletten Instrumententafel-Wiring-Harnisch (Teilenummer 1067960-XX-E) für 80 Dollar. Dies ist ein fest verbundener Kabelbündel, der nicht zerlegt werden soll.

Netzwerkkommunikation und Service-Zugriff

Nach Anlegen von 12V bootete der Computer (rote LEDs blinkten). Er verband sich per Ethernet mit dem Subnetz 192.168.90.X/24 (IP > 192.168.90.105, kein DHCP). Die Datei /etc/hosts zeigt interne Host-Zuordnungen:

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192.168.90.100 cid ice # mcu 
192.168.90.100 ic # nur bei Model X/S | IC = Instrumententafel
192.168.90.102 gw # Gateway
192.168.90.103 ap ape # ap = Autopilot
192.168.90.104 lb # unbekannt
192.168.90.105 ap-b ape-b # ebenfalls Autopilot
192.168.90.30 tuner # unbekannt
192.168.90.60 modem # besitzt FTP-Server

Auf 192.168.90.100 (MCU):

  • SSH auf Port 22: benötigt signierte Tesla-Schlüssel; Zugriff nur beim "Fahrzeug geparkt". Bug-Bounty-Programme bieten Root-Zugang über Sicherheitslücken.
  • REST-API auf :8080 (ODIN – On-Board Diagnostic Interface Network) für Toolbox-Tools, liefert Aufgabenverlauf.

Interne Board-Architektur

Das Gehäuse offen gelegt zeigte zwei übereinander liegende Leiterplatten: MCU und AP. Die Stromversorgung erfolgt über Tesla-spezifische Pins (reinige Drähte aus abgeschnittenen Kabeln).

Der erfolgreiche Anschluss des Harnischs aktiviert das Betriebssystem und das Display. Das System ist nun bereit für:

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  • CAN-Bus-Analyse
  • UI-Exploration
  • Netzwerkschnittstellen-Test
  • Versuche, Firmware zu extrahieren

Wichtige Erkenntnisse

  • MCU/AP verbrauchen bis zu 8A bei 12V – verwende Stromquellen mit Puffer.
  • Der Rosenberger 99K10D-1D5A5-D-Kabel wird einzeln nicht verkauft; nutze den vollständigen Harnisch 1067960-XX-E.
  • Das Netzwerk 192.168.90.X hat kein DHCP; nutze SSH/ODIN unter 192.168.90.100 für Diagnose.
  • Kurzschlüsse in dünnen LVDS-Leitungen können den PMIC (MAX16932) zerstören.
  • Die Tesla Electrical Reference ist essenziell für Pinouts und Teilenummern.

— Editorial Team

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