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STM32H723 SDR-Empfänger: I/Q auf 16-Bit-ADC

HF SDR-Empfängeraufbau auf STM32H723ZGT6 implementiert 48 kHz I/Q-Signalverarbeitung mit 16-Bit-ADC. Analoger Pfad mit Tayloe-Mixer und Sallen-Key LPF. Eigenständiger Modus mit FFT, Demodulation und DAC; USB UAC1 für PC.

HF SDR auf STM32H723: von ADC zu DAC
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Aufbau eines HF-SDR-Empfängers mit STM32H723 und 16-Bit-ADC

Der STM32H723ZGT6 ermöglicht die Realisierung eines HF-SDR-Empfängers für den Bereich 1–30 MHz mit einem Tayloe-Mischer. Die Audioausgabe erfolgt über den internen 12-Bit-DAC oder einen I/Q-Datenstrom an einen PC via UAC1. Die vierlagige Leiterplatte misst 100×60 mm und bietet ungenutzte MCU-Pins an PLS-Steckern für Erweiterungen.

Die Eingangsschaltung nutzt einen Tayloe-Detektor. Varianten mit Transformatoren und symmetrischen Konfigurationen wurden getestet – es wurden keine Leistungsunterschiede festgestellt. Ein einfaches Design wurde gewählt, trotz einer Empfindlichkeitsvariation von 1–2 dB zwischen dem 160-m- und 10-m-Band.

Analogpfad und Filterung

Signale vom Mischer-Ausgang werden durch Instrumentenverstärker verstärkt, um Gleichtaktrauschen zu unterdrücken. Die nächste Stufe ist ein aktives Tiefpassfilter 4. Ordnung mit Sallen-Key-Topologie und Grenzfrequenzen von 48 kHz oder 24 kHz.

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Die Tiefpass-Frequenzantwort zeigt ausreichende Dämpfung an den Bandkanten, aber Aliasing durch starke Signale bei ±25–30 kHz wird beobachtet. Für die Verarbeitung nahe der Nullfrequenz ist dies akzeptabel.

Signale werden an die 16-Bit-ADC-Eingänge des STM32H723ZGT6 geleitet. Der Mischer wird von einem Si5351 mit einem Frequenzmultiplikationsfaktor von 4 getaktet.

Softwareimplementierung und Schnittstelle

Der Code wird in STM32CubeIDE mit HAL, TinyUSB für ein zusammengesetztes USB-Gerät (COM + Audio) und CMSIS-DSP für Signalverarbeitung entwickelt. Parameter werden im externen Flash-Speicher gespeichert.

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Die Steuerung erfolgt über einen Encoder mit Taster und drei Funktionstasten. Die Anzeige zeigt Frequenz, AGC/NOTCH-Status, S-Meter, ein ±24-kHz-Wasserfall-Spektrum und die Grenzen der demodulierten Bandbreite.

Im USB-Modus mit einem PC ist das Spektrum ausgeblendet, und der Status wird angezeigt. Die ADCs arbeiten im dualen unabhängigen Kanalmodus (ADC1/ADC2), ausgelöst durch Timer 8 bei 48 kHz. Der Dual-Modus verursachte Signalspiegelung und wurde nicht verwendet.

  • Korrekturen nach der Digitalisierung:

- Entfernung des DC-Offsets.

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- Amplituden- und Phasenkalibrierung (Koeffizienten pro Band).

I/Q-Daten gehen in einen Ringpuffer: zum PC – UAC1; Standalone – FFT für Wasserfall, SSB/CW-Demodulation, AGC/NOTCH, DAC.

Der DAC (12-Bit) wird vom gleichen Timer 8 getaktet, gepuffert durch OPAMP1 + RC-Tiefpassfilter. Dies ist ausreichend für Amateur-HF-Funk und Rundfunk. Ein externer PCM5102 (16–24 Bit) wurde für verbesserte Qualität getestet.

Digitale Signalverarbeitung

Die DSP wurde durch eine C#-Anwendung zur Analyse von I/Q-Daten vom ADC oder WAV-Dateien sowie einen Test-I/Q-Signalgenerator untersucht.

DSP-Codeausschnitte sind auf der Website des Autors verfügbar. Zukünftige Pläne umfassen Optimierung und einen Sendeteil.

Wichtige Punkte:

  • Der 16-Bit-ADC im STM32H723 verarbeitet Echtzeit-I/Q bei 48 kHz.
  • Tayloe-Mischer + Si5351 minimieren die Hardwarekosten.
  • HAL + CMSIS-DSP beschleunigen die Entwicklung ohne Leistungsverlust.
  • Standalone-Modus mit integrierter FFT, Demodulation und DAC.
  • USB UAC1 für I/Q-Übertragung an einen PC ohne zusätzliche Treiber.

— Editorial Team

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