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Wachstum der RF-Grenzkapazitäten auf 38.5 Tbit/s bis 2035

Gemäß der Strategie bis 2035 wird die RF-grenzüberschreitende Kapazität auf 38.5 Tbit/s wachsen. Betreiber bestätigen technische Machbarkeit, weisen aber auf fehlende Nachfrage hin. Haupt-Herausforderungen: Ersatz veralteter FOCLs und Übergang zu einheimischer Ausrüstung.

38.5 Tbit/s an RF-Grenzen: Pläne bis 2035
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RF-Kommunikationsstrategie bis 2035: Kapazität grenzüberschreitender Verbindungen wächst auf 38,5 Tbit/s

Die großen Backbone-Betreiber Russlands planen, die Kapazität grenzüberschreitender Verbindungen von 7 Tbit/s im Jahr 2022 auf 20,3 Tbit/s bis 2030 und 38,5 Tbit/s bis 2035 zu steigern. Dies ist in der „Strategie zur Entwicklung der Kommunikationsbranche bis 2035“ festgehalten. Branchenexperten halten die Ziele für technisch machbar, weisen jedoch darauf hin, dass sie von der Nachfrage, dem regulatorischen Umfeld und der Geopolitik abhängen.

Meinungen führender Betreiber

Olga Makarova, Direktorin für Commercial Management bei MTS, sagte, die Skalierung der Kapazität sei machbar, hinge aber von gesetzlichen Änderungen und der geopolitischen Lage ab. Es gehe nicht darum, die Kapazität zu haben – sondern sie pünktlich in Betrieb zu nehmen.

Maksim Akinin von Rostelecom erklärte, russische Netze verfügten über zahlreiche Grenzübergänge, und die Herausforderung bestehe darin, den richtigen Zeitpunkt für deren Aktivierung zu finden. Der durchschnittliche jährliche Zuwachs an neuer Kapazität liege bei etwa 2 Tbit/s.

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Sergey Yakovlev von TTK bestätigte das Wachstumstempo: Bei den aktuellen Raten werde die Kapazität bis 2030 organisch auf 21 Tbit/s ansteigen.

Alexander Khudyakov von RETN sagte, das Unternehmen habe bereits 10 Tbit/s in Transit-Backbones ausgebaut. Das Ziel von 20 Tbit/s sei realistisch, die Nachfrage habe sich jedoch noch nicht eingestellt.

Vertreter von VimpelCom und MegaFon betonten, moderne Technik ermögliche es den Betreibern, die bestehende Infrastruktur ohne massive Investitionen pro Betreiber zu skalieren. Sie würden den Ausbau an Traffic-Trends ausrichten.

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Konstantin Lukin von SuperTel ergänzte, inländische Hersteller seien bereit, Ausrüstung für Kapazitäten von 20–40 Tbit/s und mehr zu liefern.

Aktivitäten in belarussischer Richtung

Grenzüberschreitende Verbindungen entwickeln sich am dynamischsten entlang der Grenze zu Belarus. 2025 hat Belarussens NCOT zwei Backbones in Betrieb genommen – 12 Tbit/s und 8 Tbit/s. Der Bau inklusive Anbindungen an russische, polnische und deutsche Betreiber dauerte weniger als ein Jahr.

Elena Slabko von Beltelecom hob hervor, es gebe keine Hindernisse für die Skalierung. Die Netze umfassen 230.000 km, mit 10–13 Tbit/s Reservekapazität.

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  • Wichtige Kennzahlen belarussischer Projekte:

- 12 Tbit/s: neues Backbone mit Georedundanz.

- 8 Tbit/s: zweite Leitung, rekordverdammt schneller Rollout.

- Pläne: zusätzliche Backbones für höhere Zuverlässigkeit.

Infrastrukturherausforderungen und Modernisierungspläne

Die Gesamtlänge der Glasfaserleitungen in Russland beträgt 1,3 Millionen km, wobei 85 % des Traffics auf europäischen Routen laufen. Die meisten Leitungen stammen aus den Jahren 1995–2005, die Auslastung liegt über 75 % und die durchschnittliche Lebensdauer bei 20–25 Jahren.

Das jährliche Traffic-Wachstum übersteigt 25 %. Bis 2035 muss ein Großteil des Netzes, das mit DWDM-Ausrüstung westlicher Hersteller ausgestattet ist – bei eingeschränkten Lieferketten –, ersetzt werden.

Der Wechsel zu inländischen Lösungen erfordert den Wiederaufbau von Leitungen. Öffentlich-private Partnerschaftsprojekte mit Unterstützung des Nationalen Wohlstandsfonds sind in Planung:

  • Moskau–Peking (6.800 km).
  • Moskau–Delhi (5.900 km).
  • Transkaspische Route (315 km).
  • Murmansk–Wladivostok (12.600 km).

Über 20 % des China–Europa-Traffics verlaufen durch Russland (TTK). Die Baukosten für Glasfaserleitungen steigen aufgrund von Produktionsengpässen und teurerem Glasfasermaterial.

Das Ministerium für Digitale Entwicklung und Roskomnadzor überwachen die Anschlüsse über staatliche Portale für Baugenehmigungen und Upgrades.

Wichtige Punkte

  • Strategieziele: 20,3 Tbit/s bis 2030 (+190 % gegenüber 2022), 38,5 Tbit/s bis 2035 (+450 %).
  • Rollout-Tempo: 2 Tbit/s pro Jahr, organische Steigerung auf 21 Tbit/s bis 2030.
  • Haupt-Herausforderungen: Nachfrageschwäche, Sanktionen gegen Ausrüstung, Ersatz von Glasfaserleitungen.
  • Hotspots: Belarus (20 Tbit/s neue Kapazität), Pläne im Osten.
  • Regulatorischer Aspekt: Roskomnadzor-Genehmigungen, TSPU-Ausbau auf 954 Tbit/s bis 2030.

— Editorial Team

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