## Eisansatz in den UWMS-Rohren von Orion: Technische Details und Fehlerbehebung
Die Besatzung der Artemis-II-Mission an Bord des Orion-Raumschiffs stieß drei Tage nach dem Start auf Eisansatz in der Pipeline des Abfallmanagementsystems (UWMS). Gefrorener Urin im Auslassrohr blockierte die Abfallentsorgung. NASA-Flugkontrolleure richteten die Kapsel zur Sonne aus, um das Eis zu tauen, was das System teilweise freimachte. Die Toilette war vorübergehend nur für feste Abfälle freigegeben, wobei Urin mit Backup-Methoden gesammelt wurde – einem zusammenklappbaren Notfallpissoir (Collapsible Contingency Urinal).
Das Raumschiff befand sich 320.000 km von der Erde entfernt. Die vollständige Freimachung der Pipeline dauerte Stunden: Nach dem Tauen wurde die Besatzung für die volle Nutzung des UWMS freigegeben.
Zeitachse des Vorfalls und Behebungsschritte
- Flugstart: Nach dem Start am 2. April vom Kennedy Space Center wurden anfängliche Störungen aufgezeichnet – ein Ventilator klemmte wegen des Controllers, Probleme mit Sensoren und Ventilen sowie Rauch im Modul.
- Tag 4: Rohrvereisung führte zu einer Verstopfung in einem bucketgroßen Tank. Empfehlung der Mission Control – das Element zur Sonne drehen zum Schmelzen.
- Übergangslösung: Toilette nur für feste Abfälle; Flüssigkeiten im Notfallpissoir sammeln und anschließend entleeren.
- Vollständige Wiederherstellung: Um Mitternacht Ostküstenzeit wurde ein Signal gesendet, das die volle Funktionsfähigkeit bestätigte.
Die Besatzung koordinierte mit Houston: Sie ließen das System vor der Nutzung anlaufen und danach weiterlaufen. Astronautin Christina Koch merkte an, dass das Problem aus Stagnation während des Starts resultierte; sie vermuteten eine Verstopfung der Pumpe, aber die Systeme funktionieren einwandfrei.
Technische Spezifikationen des UWMS
Das UWMS-System kostet 23 Millionen Dollar und dient als Basissystem für zukünftige Missionen. Es umfasst:
- Auslassrohr zum Ausstoßen ins Vakuum.
- Urintank.
- Fäkalsammler, der mit der Entsorgung kompatibel ist.
- Ventilatorcontroller, Sensoren und Ventile.
Probleme: Vereisung in der Kälte des Weltraums, Klemmen wegen des Controllers, Verstopfungen. Ein Bodenreplikat wird für das Training genutzt – Aktivierung, Sammlung, Entsorgung.
Artemis-II-Mission: Kontext und Risiken
Vier Astronauten – Reid Wiseman, Christina Koch, Victor Glover (NASA) und Jeremy Hansen (Kanada) – werden in 8.000 km Entfernung am Mond vorbeifliegen. Die Mission dauert 10 Tage, Start mit SLS. Andere Vorfälle: Ausfall der Kommunikation, Rauch, geschlossenes Ventil am Wassertank.
Die Mission Control empfahl Vorsicht bei Flüssigkeitstransfers, um Wiederholungen zu vermeiden.
Wichtige Erkenntnisse
- Eisansatz in den UWMS-Rohren durch gefrorenen Urin im Auslasssystem in 320.000 km Entfernung.
- Tauen durch Sonne und Backup-Pissoirs gewährleisteten die Kontinuität.
- Entwicklungskosten 23 Millionen Dollar; das System ist Basis für Mondmissionen.
- Besatzung trainiert: Christina Koch ist die „Weltraum-Klempnerin“.
- Volle Funktionsfähigkeit nach mehreren Stunden wiederhergestellt.
— Editorial Team
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