## Kalifornien stuft Teslas Mitfahrservice als Standard-Fahrerdienst ein, nicht als Robotaxi
Die California Public Utilities Commission (CPUC) hat Teslas Mitfahrservice offiziell als standardmäßigen Fahrerdienst eingestuft, ähnlich wie Limousinenvermietungen. Dadurch ist das Unternehmen von den Meldepflichten zu Sicherheitsdaten befreit, die für Betreiber vollständig autonomer Systeme wie Waymo und Zoox gelten. Pat Zen, stellvertretender Exekutivdirektor der CPUC, bestätigte: Tesla verwendet ein SAE Level 2-System, bei dem KI nicht eigenständig navigieren kann, ohne ständige menschliche Aufsicht.
In Kalifornien gelten Fahrzeuge als autonom ab SAE Level 3 – das Bordsystem muss unter gegebenen Bedingungen ohne Eingriff des Fahrers navigieren. Tesla hat eine TCP (Transportation Charter-Party)-Genehmigung erhalten, wie sie typisch für Limousinen ist, wobei die Person am Steuer als Hauptfahrer gilt, nicht als beaufsichtigter Bediener.
Unterschiede in Regulierung und Berichterstattung
Betreiber von SAE Level 3+ Robotaxis müssen der CPUC detaillierte Daten pro Fahrt melden: Geolocation, Anzahl der Passagiere, Kilometerleistung, Leerlaufzeit und Disengagements (Haltezeiten über 2 Minuten oder mit ferngesteuerter Intervention). Diese Berichte werden vierteljährlich veröffentlicht.
Tesla ist von solchen Pflichten befreit. Der Service im San Francisco Bay Area läuft ohne Transparenz zu Sicherheitsdaten, obwohl er als „robotaxi“ beworben wird. Zen betonte: Auch bei Fahrerassistenzsystemen bleibt der Fahrer verantwortlich.
- Vorteile der Vollauslastung (SAE 3+): Pflichtberichte gewährleisten öffentliche Kontrolle.
- Einschränkungen von SAE 2: Fahrerüberwachungsfunktion, ähnlich wie Uber mit Assistenzsystemen.
- Auswirkungen für Tesla: Fehlende Daten verschleiern die tatsächliche Sicherheitsleistung.
Zeitlicher Ablauf der Service-Entwicklung von Tesla
Anfang 2025 beantragte Tesla den Start eines Taxidiensts mit menschlichen Fahrern und erhielt im März die TCP-Genehmigung. Während die CPUC die Regeln erarbeitete, lobbyierte das Unternehmen dafür, Level-2-Daten von Meldepflichten auszunehmen, da sie „belastend“ seien.
In Stellungnahmen an die CPUC im Februar 2026 gab Tesla zu, in Austin und San Francisco Fahrer im Fahrzeug und Fernbediener einzusetzen. Gleichzeitig pochte es auf das Recht, SAE Level 2 als „fahrerlos“ und „robotaxi“ zu vermarkten.
Waymo hingegen betreibt vollständig fahrerlose Fahrzeuge und absolviert 450.000 bezahlte Fahrten pro Woche mit vollständiger Berichterstattung.
Sicherheitsprobleme und Vorfälle
Im Januar 2026 verlegte Tesla in Austin das Sicherheitsüberwachungssystem aus der Robotaxi-Kabine in ein Verfolgungsfahrzeug. Das fiel mit Elon Musks Behauptung zusammen, das autonome Fahren „gelöst“ zu haben.
Nutzer posteten Videos, die zeigten, wie der Sicherheitsfahrer eindöste und Audioalarme auslöste. Das Unternehmen reagierte nicht.
Unfallstatistik in Austin: 14 Vorfälle bei 800.000 Meilen, also 1 Unfall alle 57.000 Meilen. Das ist viermal schlechter als beim durchschnittlichen menschlichen Fahrer.
- Unfallhäufigkeit: 57.000 Meilen pro Vorfall ggü. menschlichem Durchschnitt.
- Risikofaktoren: Einschlafende Fahrer, Fernsteuerung.
- Vergleich zu Waymo: Vollauslastung mit transparenten Kennzahlen.
Wichtige Punkte
- CPUC stuft Tesla als Fahrerdienst (TCP) ein und schließt es von Robotaxi-Meldepflichten aus.
- SAE Level 2 erfüllt nicht die kalifornische Definition von Autonomie (erfordert SAE 3+).
- Fehlende Daten kaschieren Sicherheitsprobleme: 14 Unfälle bei 800.000 Meilen in Austin.
- Tesla lobbyiert für Marketingbegriffe ohne Transparenzpflichten.
- Waymo demonstriert das Modell der Vollauslastung mit 450.000 wöchentlichen Fahrten.
— Editorial Team
Noch keine Kommentare.