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Zweisitziges Jagdflugzeug Su-57D: Erster Flug und Drohnenschwarmkontrolle

Im Mai 2026 führte Russland den Erstflug einer zweisitzigen Modifikation des Su-57-Jagdflugzeugs (Su-57D) durch. Das Flugzeug ist nicht nur für die Ausbildung, sondern auch für die Steuerung einer gemischten Luftfahrtgruppe vorgesehen, einschließlich schwerer S-70 Okhotnik-Drohnen und Schwärmen kleiner Drohnen, was den Ansatz der Luftkriegsführung verändert.

Su-57D in der Luft: Warum Russland ein zweisitziges Jagdflugzeug der fünften Generation braucht
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Russlands zweisitziger Su-57-Kampfjet absolviert Erstflug

Die neue Modifikation kann sowohl zur Pilotenausbildung als auch zur Steuerung einer gemischten Luftfahrtgruppe, einschließlich Drohnen, eingesetzt werden.


Zweites Cockpit für den Schwarm: Warum die Su-57D kein 'Trainer' ist, sondern eine Wette auf eine andere Art der Kriegsführung

[Das Wesentliche]: Was wirklich passiert

Am 19. Mai 2026 brachte Sergej Bogdan, Chefpilot des Konstruktionsbüros Suchoi, eine neue Modifikation des Kampfjets der fünften Generation in die Luft. Der Flug dauerte 40 Minuten, in denen das Flugzeug einen Standardsatz an Stabilitäts- und Steuerbarkeitsmanövern durchführte. Am nächsten Tag bestätigte der erste stellvertretende Ministerpräsident Denis Manturow, dass die Flugerprobung des zweisitzigen Su-57-Prototyps begonnen habe.

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Offiziell handelt es sich um eine Kampftrainer-Modifikation mit der Bezeichnung Su-57D. Inoffiziell ist es ein leiser, aber tiefgreifender Paradigmenwechsel. Der Westen diskutiert noch, ob ein zweisitziger Kampfjet der fünften Generation überhaupt notwendig ist. Die F-22 hat keinen, die F-35 auch nicht. Das Pentagon setzt auf hochentwickelte Simulatoren und einen KI-Assistenten, der den zweiten Piloten 'ersetzt'.

Russland hat einen anderen Weg eingeschlagen. Und dieser Weg hat nichts mit Ausbildung zu tun. Es geht um Schwarmsteuerung.

Zeitstrahl und Kontext

Die Idee eines zweisitzigen Su-57 ist nicht neu. Bereits 2021 gab es Berichte über Pläne zur Schaffung einer solchen Modifikation, hauptsächlich zur Steuerung der schweren S-70 Ochotnik-Drohne. Zudem war die Su-57 ursprünglich für eine zweisitzige Konfiguration im Rahmen des gemeinsamen russisch-indischen FGFA-Projekts konzipiert, das später eingefroren wurde.

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Wichtige aktuelle Daten:

  • Mai 2026 (vor dem 19.): Auf dem Telegram-Kanal Fighterbomber erschienen Fotos einer zweisitzigen Su-57 bei Bodentests. Das Flugzeug absolvierte Rollversuche in Schukowski bei Moskau.
  • 19. Mai 2026: Erster Flug. Pilot: Sergej Bogdan (derselbe Pilot, der 2010 den T-50-Prototyp flog).
  • 20.–23. Mai 2026: Informationen verbreiten sich in den Medien. Rostec gibt offiziell bekannt, dass die neue Modifikation für die 'Organisation und Führung von Kampfeinsätzen einer gemischten Gruppe bemannter und unbemannter Luftfahrt sowie die Bildung eines einheitlichen Informations- und Steuerungsraums' ausgelegt ist.

Beachten Sie die Formulierung. Es handelt sich nicht um einen 'Kampftrainer', auch wenn diese Funktion ebenfalls genannt wird. Es ist ein 'luftgestützter Gefechtsstand'. Und das Suffix 'D', nicht 'UB', ist kein Zufall.

Wer gewinnt und wer verliert

Die russischen Luft- und Weltraumkräfte gewinnen: Das zweisitzige Cockpit ermöglicht eine Arbeitsverteilung. In kritischen Gefechtsmomenten, wenn man gleichzeitig das Flugzeug fliegen, das Radar überwachen und Drohnen koordinieren muss, ist ein einzelner Pilot physisch überfordert. Die Su-57D wird zu einem 'fliegenden Hauptquartier' für einen Drohnenschwarm.

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Das Exportpotenzial gewinnt: Kampfjets der fünften Generation sind ein Nischenprodukt. Die US-F-35 ist bei Verbündeten im Einsatz, aber ihr Preis und Technologietransferbeschränkungen schrecken viele Käufer ab. Die Su-57D mit ihrem zweisitzigen Cockpit wirkt attraktiver für Länder, denen die extrem teuren Simulatorzentren der Amerikaner fehlen.

Die USA verlieren (ideologisch): Die US Air Force hat jahrzehntelang argumentiert, dass ein einsitziger Kampfjet der fünften Generation die Norm sei. Die F-22 hat keine Trainerversion, die F-35 auch nicht. Sollte die russische Su-57D ihre Effektivität bei der Drohnensteuerung in realen Übungen beweisen, muss das Pentagon dem Kongress erklären, warum man diese Option nicht in Betracht gezogen hat. Und die Umrüstung der F-35 auf eine zweisitzige Version würde Milliarden kosten und Jahre dauern.

Indiens AMCA-Programm verliert (langfristig): Indien war einst Russlands Partner im FGFA und bestand auf einer zweisitzigen Version. Das Geschäft platzte, und Indien ging seinen eigenen Weg (das AMCA-Programm). Aber AMCA stockt. Die Su-57D ist ein fertiger zweisitziger Kampfjet der fünften Generation, den Indien einst wollte. Eine Rückkehr zu Verhandlungen ist nicht ausgeschlossen.

Was die Medien nicht sagen

Die entscheidende Erkenntnis – die in 90 % der Veröffentlichungen fehlt – betrifft die Ochotnik und das Konzept des 'Loyal Wingman'.

Die S-70 Ochotnik ist eine schwere Angriffsdrohne, die seit 2019 im Tandem mit der Su-57 fliegt. Aber bislang war die Steuerung halbautomatisch: Ein Bediener am Boden oder die Bord-KI der Ochotnik führten Befehle des Su-57-Piloten aus.

Was sich mit der Su-57D ändert: Der zweite Pilot erhält eine vollwertige UAV-Bedienerstation. Er gibt nicht nur 'Angriffsziel'-Befehle. Er koordiniert mehrere Drohnen gleichzeitig – bis hin zu einem Schwarm kleiner Kamikaze-Drohnen. Er hat seinen eigenen Bildschirm, seine eigenen Joysticks, seinen eigenen Kommunikationskanal.

Erkenntnis, die in den Schlagzeilen fehlt: Die Su-57D ist die Antwort auf ein zentrales Problem der modernen Kriegsführung: Wie kann ein bemannter Kampfjet getarnt bleiben, während er alles um sich herum sieht und ohne Risiko zuschlägt? Die Lösung: Der Jet selbst versteckt sich hinter dem Horizont oder hinter Systemen der elektronischen Kriegsführung, während billige Drohnen unter der Kontrolle des zweiten Piloten vorausfliegen. Der erste Pilot konzentriert sich auf Überleben und Luftkampf. Der zweite auf die Zerstörung von Bodenzielen per Drohne.

Die USA testen diese Taktik bereits mit dem Loyal-Wingman-Programm (XQ-58 Valkyrie-Drohnen für die F-35). Aber für die Amerikaner ist die Steuerung vom Jet aus ein einzelner Knopf. Für Russland ist es ein vollwertiger zweiter Sitz mit einem Menschen, der in Echtzeit komplexe Entscheidungen treffen kann – etwas, das KI noch nicht kann.

Und der zweite versteckte Punkt: das neue Triebwerk. Im Dezember 2025 flog die Su-57 erstmals mit dem Triebwerk 'Izdeliye 177' – sparsamer und leistungsstärker als sein Vorgänger. Die zweisitzige Version ist schwerer als die einsitzige aufgrund des zweiten Cockpits und der zusätzlichen Ausrüstung. Ohne das neue Triebwerk wären Treibstoffkapazität und Nutzlast kritisch gesunken. Mit anderen Worten: Die Su-57D wurde erst möglich, nachdem das Triebwerk verfeinert worden war. Dieser Zusammenhang wird kaum berichtet, ist aber entscheidend.

Prognose: Nächste 30 Tage und 90 Tage

Nächste 30 Tage (bis Ende Juni 2026):

  • Die Tests werden im geschlossenen Modus fortgesetzt. Erwarten Sie bruchstückhafte Lecks auf Telegram-Kanälen wie Fighterbomber – dort wurden die ersten Fotos 'durchgestochen'.
  • Eine offizielle Ankündigung von Rosoboronexport auf einem Forum (möglicherweise MAKS-2026 im Juli). Thema: 'Exportpotenzial der Su-57D.' Man wird die ersten potenziellen Käufer nennen (Algerien steht bereits auf der Liste, Indien als nächstes).
  • Eine Reaktion der Amerikaner: eine Pressemitteilung über 'fortschrittliche F-35-Simulatoren, die eine zweisitzige Version überflüssig machen.' Dies wird ein Ablenkungsmanöver sein.

Nächste 90 Tage (bis Ende August 2026):

  • Erste Tests der Su-57D nicht nur mit einer einzelnen Ochotnik, sondern mit einem Schwarm kleiner Drohnen. Bei Erfolg erhält das Konzept des 'luftgestützten Trägers' eine praktische Bestätigung.
  • Erneute Diskussionen über die russisch-indische Zusammenarbeit bei Kampfjets der fünften Generation. Indische Medien werden über die 'Machbarkeit einer Rückkehr zum FGFA auf Basis der Su-57D' debattieren.
  • Westliche Analysten werden ihre Einschätzungen revidieren. Publikationen, die 'Trainer für arme Länder' schrieben, werden über eine 'Revolution in der Gefechtsführung' sprechen. Dies wird jedoch erst geschehen, wenn echtes Filmmaterial der Su-57D bei der Arbeit mit einem Schwarm auftaucht.

Was ich verfolgen werde: die Reaktion der United Aircraft Corporation auf Fragen zur Serienproduktion. Wenn bis Jahresende Informationen über die ersten Serien-Su-57Ds für die russischen Luft- und Weltraumkräfte auftauchen, bedeutet dies, dass das Konzept auf höchster Ebene genehmigt wurde. Wenn nur Prototypen übrig bleiben, ist es ein Technologiedemonstrator für den Export, nichts weiter.

Die Su-57D dreht sich nicht um 'zwei Sitze statt einem'. Es geht darum, wie Russland sich die Luftkriegsführung in den 2030er Jahren vorstellt: Ein teurer Tarnkappenjet, der einen Schwarm billiger, wegwerfbarer, aber tödlicher Drohnen befehligt. Und während der Westen darüber debattiert, ob ein zweites Cockpit nötig ist, haben die Russen bereits eines eingebaut. Und sind damit geflogen. 40 Minuten lang.

— Editorial Team

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