Bundesgesetz 168-FZ: Anpassung digitaler Oberflächen und Werbung an Russischpflicht
Das Bundesgesetz 168-FZ, das 2026 in Kraft tritt, stellt Russisch für öffentliche Verbraucherinformationen in den Vordergrund und betrifft Website-Oberflächen, Apps und Werbung. Produktteams und Entwickler müssen fremdsprachige Begriffe in B2C-Bereichen prüfen, um Bußgelder und behördliche Kontrollen zu vermeiden.
Wer muss sich daran halten
Das Bundesgesetz 168-FZ ergänzt Verbraucherschutzgesetze und gilt für Unternehmen, die mit Privatpersonen zu tun haben. Wichtige Bereiche:
- B2C-Produkte: Abonnements, Marktplätze, Verbraucherdienste.
- B2B mit B2C-Elementen: Landingpages oder Tarife für Einzelunternehmer und Freelancer.
Hohe Risikobereiche, wo rein Englisch nicht mehr reicht:
- Werbung: Banner, Promo-Posts, E-Mails, Plakatwände.
- Produkt- und Dienstleistungsinfo: Landingpages, Preisseiten, Marktplatz-Angebote, öffentliche Verträge.
- Benutzeroberflächen: Abschnittsnamen, Buttons, Bestellstatus, Benachrichtigungen.
Anpassungsbeispiel:
- Vorher: "BLACK FRIDAY SALE −50%"-Banner, Checkout-Button.
- Nachher: "Black Friday Sale −50% (Black Friday Sale)", "Bestellung aufgeben (Checkout)" mit passendem Styling für beide Sprachen.
Was das Gesetz ausnimmt:
- Code, Variablennamen, Kommentare, Logs.
- Interne Tools wie Jira oder Confluence ohne Verbraucherzugriff.
- Entwickler-Dokumentation: API-Spezifikationen, Architekturdiagramme.
- Ingenieurmaterialien, es sei denn, es handelt sich um Werbung.
Bußgelder und Risiken bei Nichteinhaltung
168-FZ legt keine neuen Bußgelder fest, verknüpft sich aber mit bestehenden Regeln des Verwaltungsverstoßkodex (CoAO). Strafen variieren:
- Allgemeine Verstöße (Art. 14.8 Teil 1 CoAO): Verwarnung oder bis zu 10.000 RUB für GmbHs.
- Verkauf von Waren/Diensten (Art. 14.5 Teil 1 CoAO): bis zu 40.000 RUB für GmbHs.
- Werbeverstöße (Art. 14.3 CoAO): bis zu 500.000 RUB für GmbHs.
Die echte Gefahr? Nicht nur Bußgelder, sondern FAS- und Rospotrebnadzor-Prüfungen durch Beschwerden, die zu massiven Problemen führen können. Prüfen Sie Ihre Materialien ruhig, priorisieren Sie Risikostellen.
Grauzonen: Technische Begriffe und Abkürzungen
Schwierige Punkte sind Begriffe ohne direkte russische Entsprechungen oder internationale Standards. Handhabungstipps:
- Technische Standards: Wi-Fi, Bluetooth, USB, NFC, LTE, 5G — belassen; sie sind Standard. In Werbung Kontext hinzufügen wie „Blitzschnelles Wi-Fi“.
- Fachabkürzungen: API, SaaS, SLA, SSO, OTP — beim ersten Mal erklären, z. B. „Application Programming Interface (API)“. Für Massenpublikum wo möglich durch Russisch ersetzen.
- Produkt-/Funktionsnamen: Registrierte Marken in Latein behalten. Bei anderen russische Beschreibungen ergänzen wie „SmartPay-Funktion (smarte Zahlungen)“.
Vermeiden Sie, dass internes Fachchinesisch (z. B. Dashboard, Widget) in Kundenbereiche sickert — nutzen Sie klare russische Alternativen.
Offizielle Wörterbücher und Begriffsprüfungen
Rechtlich gilt ein Wort als russisch, wenn es in genehmigten Wörterbüchern steht:
- Russisches Rechtschreibwörterbuch.
- Russisches Aussprachewörterbuch.
- Wörterbuch der Fremdwörter.
- Erklärendes Wörterbuch der russischen Staatssprache.
Nutzen Sie Online-Tools, die diese aggregieren. Bei Unsicherheit:
- Im Fremdwörterbuch nachschlagen.
- Fehlt es, orthografisches oder erklärendes prüfen.
- Immer noch nicht da, durch Russisch ersetzen oder erklären.
Das minimiert Risiken und sichert Einhaltung.
Schnellstart-Checkliste für Einhaltung
Falls das Gesetz gilt und Sie nicht bereit sind, bearbeiten Sie diese priorisierte Liste:
- Werbekampagnen (kritisch): Pausieren oder umschreiben von Materialien mit Begriffen wie SALE, Cashback, Premium ohne russische Version.
- Wichtige Landing- und Verkaufsseiten (kritisch): Überschriften, Buttons (z. B. Kaufen, Checkout), Preistufen (Pro, Enterprise) — russifizieren oder Äquivalente hinzufügen.
- Öffentliche Angebote und AGB (kritisch): Nutzerverträge, Versand/Rückgabe klar auf Russisch, keine unerklärten Anglizismen.
- Marktplatz-Produktlisten (hohe Priorität): Beschreibungen/Spezifikationen prüfen, Russisch für Fremdbegriffe ergänzen.
- Benutzeroberflächen (mittlere Priorität): Abschnitte, Buttons, Status, Benachrichtigungen — auf Russisch umstellen.
Wichtige Erkenntnisse:
- 168-FZ priorisiert Russisch in verbrauchergerichteten Infos, verbietet Englisch aber nicht.
- Heiße Risiken: Werbung, Verkaufsunterlagen, B2C-UIs.
- Bußgelder bis 500.000 RUB bei Werbeverstößen; Prüfungen sind die große Sorge.
- Technische Begriffe vorsichtig handhaben: Standards behalten, andere erklären.
- Mit offiziellen Wörterbüchern und Tools prüfen.
- Mit Werbeprüfungen und Kernseiten starten, um Risiken zu senken.
— Editorial Team
Noch keine Kommentare.