Passagiersicherheitsprobleme in Robotaxis bei externen Angriffen
Waymo-Robotaxi-Passagiere in den USA wurden wiederholt in den Fahrzeugen eingeschlossen, weil aggressive Fußgänger und Vandalen angriffen. Die selbstfahrenden Systeme stoppen das Auto, sobald sich jemand nähert, was es anfällig für Belästigungen macht. Die Türen verriegeln sich, manuelle Steuerung ist nicht möglich, und die Passagiere sitzen fest, bis sich die Lage beruhigt.
Im Januar 2026 erlebte der San-Francisco-Bewohner Doug Fulop auf einer Nachtfahrt einen Mann, der quer über die Straße rannte, auf die Fenster hämmerte und versuchte, das Auto anzuheben. Der Angreifer brüllte Drohungen und warf den Passagieren vor, »dem Roboter zu zahlen«. Das Waymo-Fahrzeug blieb stehen, die Türen blieben verriegelt. Der Vorfall dauerte 6 Minuten, bis der Angreifer von Passanten abgelenkt wurde.
Wie autonome Systeme reagieren
Selbstfahrende Autos sind so konzipiert, dass Sicherheit oberste Priorität hat: Sie halten an, sobald sie einen Fußgänger erkennen, um Kollisionen zu vermeiden – das birgt jedoch Risiken bei feindseligen Aktionen. Die Software verhindert, dass Passagiere in solchen Situationen das Steuer übernehmen. Der Waymo-Support bestätigt, dass verriegelte Türen der Sicherheit dienen, das Fahrzeug aber nicht weiterfährt, solange jemand in der Nähe ist.
Ähnliche Vorfälle wurden 2024 aufgezeichnet:
- Ein Vandal bedeckte die Sensoren eines stehenden Taxis und machte es damit unbrauchbar.
- Eine Gruppe von Vandalen besprühte das Auto mit Spraydosen, während die Passagiere eingesperrt waren.
Passagiere berichten von einem hilflosen Gefühl. Fulop merkte an, dass wiederholte Schläge gegen eine Scheibe das Glas hätten zersplittern lassen können.
Beispiele aus der Praxis
Weitere Vorfälle unterstreichen den systemischen Charakter des Problems:
- Die Autorin Amina Green in San Francisco filmte ein Video, in dem zwei Männer ihr Waymo blockierten und belästigten. Sie fühlte sich verletzlich, betonte aber, dass Robotaxis sicherer seien als herkömmliche Taxis mit abgelenkten Fahrern.
- Anders Sorman-Nilsson in Los Angeles wurde von fünf Männern auf E-Bikes umzingelt. Sie hämmerten an die Fenster und forderten, die Türen zu öffnen. Das Auto blieb 5 Minuten stehen, bevor die Angreifer davonfuhren.
In jedem Fall dokumentierte die Polizei die Vorfälle und bestätigte die Schilderungen der Passagiere.
Waymo-Support und Statistiken
Waymo-Sprecherin Kathryn Barna bezeichnete solche Fälle als selten, aber unangenehm. Das Unternehmen hebt reduzierte Unfallraten hervor: 90 % weniger schwere Verletzungen oder Unfälle im Vergleich zu menschlichen Fahrern auf vergleichbaren Strecken in den Betriebsstädten.
Kürzlich erweiterte der Dienst auf Dallas, Houston, San Antonio und Orlando. In schwierigen Situationen greifen Fernbediener aus den USA oder den Philippinen ein. Sie sind geschult, besitzen Führerscheine, sprechen Englisch und durchlaufen Drogenscreenings. Ihre Arbeit wird eng überwacht.
Wichtige Punkte
- Autonome Systeme halten für Fußgänger an, um Sicherheit zu gewährleisten, doch Angreifer nutzen das aus.
- Türen verriegeln sich, Software blockiert manuelle Steuerung, Passagiere sind auf Algorithmen und Support angewiesen.
- Vorfälle dauern 5–6 Minuten, Polizei reagiert erst im Nachhinein.
- Waymo meldet 90 % weniger schwere Unfälle im Vergleich zu menschlichen Fahrern.
- Fernbediener helfen in ungewöhnlichen Szenarien.
Perspektiven für Verbesserungen
Diese Vorfälle zeigen die Notwendigkeit auf, Protokolle für Reaktionen auf Aggressionen zu verfeinern. Software-Updates könnten Fernentriegelung oder sichere Manöver ohne Gefährdung von Fußgängern ermöglichen. Passagiere loben Robotaxis für den Alltagssicherheitsvorteil gegenüber menschlichen Fahrern, trotz Anfälligkeit für Vandalismus. Waymos Statistiken zeigen einen insgesamt positiven Trend, aber stärkere Abwehr gegen externe Bedrohungen ist erforderlich.
— Editorial Team
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